Rezension zu „Tybee Island“ von Susan Clarks

Cover Tybee IslandGenre:     Erotik-Novelle
Seiten:    108
ASIN:       B00HM1BLPI
Verlag:    bookshouse ready-steady-go
Preis:       1,99€ (ebook)

Über die Autorin

Susan Clarks erblickte vor 34 Jahren als jüngstes von drei Geschwistern das Licht der Welt. Noch vor ihrer Einschulung erlernte sie das Lesen und die Leidenschaft dafür hält bis heute an. Schon während ihrer Schulzeit versuchte sie, Geschichten zu Papier zu bringen, eignete sich das Handwerk des kreativen Schreibens aber erst vor wenigen Jahren selbst an. Ihr bevorzugtes Genre ist das des Liebesromans, mit all seinen Facetten.

Ebenfalls bei Bookshouse veröffentlicht:

Liebe aus Versehen

Ein Heiratsantrag für Stella

Kurzbeschreibung

US Navy SEAL Craig O’Neill quartiert sich nach einer schweren Verletzung in einem Strandhaus auf Tybee Island ein und erhält unerwartet Gesellschaft von der jungen Studentin Jennifer Garnett.
Obwohl sie auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, beginnen sie eine leidenschaftliche Affäre – bis Craig im Strudel der Gefühle eine Entscheidung trifft, die seinen weiteren Lebensweg für immer verändern wird.

Leseprobe: *click*

Mein Leseeindruck

Zu Beginn lernt man Jennifer kennen und diese zeigt sich zunächst nicht von ihrer Schokoladenseite. Sie hat auf einer Party zu tief ins Glas geschaut, landet fast mit irgendeinem Kerl in der Kiste und entgeht den meisten Peinlichkeiten nur durch eine beherzte Rettungsaktion durch den US Navy SEAL Craig. Scheinbar passiert das Jenny häufiger und man bekommt das beklemmende Gefühl, als hätte die Heldin tatsächlich ein kleines Alkoholproblem. Sie zeigt sich ihrem Retter gegenüber störrisch und frech und ich an seiner Stelle wäre versucht gewesen, sie einfach dort zu lassen.

Nach und nach zeigt sich aber, dass viel mehr hinter der Sache steckt und dass Jenny gerade nicht nur ihr Leben in den Sand setzt, weil sie von ihrem Freund verlassen worden ist. Ihr fehlt wesentlich mehr als dieser Mann, z.B. verständnisvolle Freunde oder Eltern. (sowas sollte man generell immer haben ^^) Mir hat sehr gut gefallen, dass trotz der wenigen Seiten nicht nur etwas an der Oberfläche gekratzt, sondern auch mal über den Tellerrand des Liebeskummers hinaus geschaut wurde. Es wurde nicht die alte Leier präsentiert, von dem sitzengelassenen verletzten Mädchen und dem Kerl, der ihr plötzlich einen sicheren Hafen offeriert. Besagter Kerl hat nämlich auch das eine oder andere Problem, weswegen des den jungen SEAL überhaupt erst auf die Insel verschlagen hat.

Natürlich kommen sich die beiden vorsichtig näher und schaffen es auch, einige ihrer seelischen Wunden auf liebevolle und erotische Art und Weise zu verarzten. Die prickelnde Erotik darf hierbei nicht fehlen und wurde sprachlich locker und leicht umgesetzt. Eine schöne Lektüre für den Urlaub oder für Zwischendurch zum Runterkommen!

Als Manko ist mir lediglich aufgefallen, dass manche Dialoge mit Jennys Eltern nicht immer Sinn ergeben. Ich weiß nicht, ob ich den besten Freund meines Sohnes als Dreckskerl bezeichnen würde (denn die beiden kennen sich sehr wohl *spoilers*), wenn er sich scheinbar gut um meine Tochter gekümmert hat. Oder warum er sie nicht zu ihnen gebracht hat, dabei waren sie doch im Urlaub. Oder warum es sie gar nicht interessierte, wie die ganze Sache zusammen hängt Ich habe nicht immer das Problem verstanden und es fehlte mir manchmal eine weiterführende Erläuterung in der Konversation (vielleicht fehlte mir auch nur etwas Grips bei den Eltern).

4 Geister(4 von 5 Lesegeister haben die Geschichte mit Spannung verfolgt, einer hatte Stress mit seiner Familie bekommen und musste Heim fahren)

Rezension zu „12 things to do before you crash and burn“ von James Proimos

Genre:     Jugendbuch Seiten:    128 ISBN:       978-3-8369-5756-4 Verlag:    Gerstenberg Kurzbeschreibung: Nach dem Begräbnis seines Vaters weiß Hercules’ Mutter sich nicht anders zu helfen, als ihren Sohn für den Rest der Ferien zu seinem Onkel zu schicken. Der drückt Hercules … Weiterlesen

Rezension zu „Das Tagebuch der Patricia White“ von Gian Carlo Ronelli

Genre:     ThrillerDas-Tagebuch-der-Patricia-White-B00C5N72BK_xxl
ASIN:       B00C5N72BK
Verlag:    Sieben Verlag

Kurzbeschreibung:

Jack Reynolds erwacht verletzt und ohne jede Erinnerung in einem Motelzimmer. Offenbar wollte er sich Tags zuvor das Leben nehmen. Einziges Indiz ist ein Aufgabeschein von FedEx. Er hat vor dem Selbstmordversuch ein Päckchen an eine Adresse in New York City geschickt.

In dem Päckchen befindet sich das Tagebuch der achtjährigen Patricia White. Alles deutet darauf hin, dass jemand Patricia bedroht. Ihr Leben ist in unmittelbarer Gefahr und Jack muss den Täter davon abhalten, sein tödliches Werk zu vollenden. Aber der lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen. Seine Jagd auf Jack hat längst begonnen. Er will Jack nicht einfach töten. Er will vorher mit ihm spielen.

Mein Leseeindruck:

Mit der Rezension habe ich etwas gezögert, da ich die ganze Geschichte zunächst sacken lassen musste. Mittlerweile bin ich aber immer noch geteilter Meinung und versuche mich an einer Rezension, die dennoch nur einen Teil meiner Eindrücke wiederspiegeln kann.

Die ersten Kapitel waren sehr verworren, der „Antiheld“ Jack kann sich an nichts erinnern, findet zwar seinen Namen und Adresse heraus, hat aber ansonsten keinen Bezug zu sich selbst. Außerdem hat er wirre und symbolbelastete Alpträume, ein Durcheinander aus möglichen Kindheitserinnerungen, Namen, Gedanken und Visionen. Das erschwerte es sehr, sich in der Geschichte zurechtufinden und eine Beziehung zum Hauptcharakter herzustellen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich lese tatsächlich am liebsten Bücher, die zwar überraschend sind, in denen ich mich aber mit dem „Held“ oder der „Heldin“ identifizieren kann. Ich habe das Gefühl, dass sie für mich dann am wertvollsten sind.

Gut gefallen hat mir dabei aber, dass Jack das Tagebuch des Mädchens (wieder)findet und man an den einzelnen Tagebucheinträgen nach und nach das Schicksal von Patricia erfährt. Ein Lichtblick in den düsteren Tagebucheinträhen und verworrenen Visionen sind außerdem Jacks bester Freund Dave und sein Chef. Auch ohne sein Gedächtnis ist er bei ihnen in guten Händen. Man könnte sogar sagen, dass Dave der Symphatieträger des Buches ist. Jack ist und bleibt der Antiheld, bis zum bitteren Ende.

Da ich nicht allzuviel verraten möchte, werde ich hier nicht weiter ins Detail gehen. Festzuhalten ist, dass ich mich zwischen lähmender Verwirrung und der spannenden Suche nach der Wahrheit hin und her gerissen fühlte.

Das Ende hat mir persönlich nicht gefallen, aber das ist bei diesem Buch auf jeden Fall Geschmackssache. Die Auflösung in mehreren Abschnitten, die rückwärts verlaufen und die tatsächlichen Ereignisse wie ein rückwärts ablaufender Film aufklären, war interessant und innovativ, allerdings hatte ich dann einen kleinen Drehwurm bzw. Knick im Gehirngewinde. Außerdem hätte ich mir für Jack ein anderes Ende gwünscht, dadurch war es Ende für mich etwas unbefriedigend.

Mit gemischten Gefühlen vergebe ich 3 von 5 Bewertungspunkten. Durch die sehr symbolträchtige Sprache war ein ein anspruchsvolles Buch, nicht unbedingt für Zwischendurch oder für allzu schwache Nerven. Die Symbole und „Visionen“ waren nicht selten bluttriefend oder eklig. Aber so ist es nun mal bei einem Thriller. Gestört hat mich eher das Gesamtkonzept, die Einbettung der Träume in die Rahmenhandlung. Aber ich hatte bei dem Titel und der zugehörigen Beschreibung auch eine völlig andere Erwartungshaltung. Bei dem Klappentext könnte man sicherlich noch nachbessern, weil sonst einige Leser ganz schön danebengreifen werden, denke ich mal.

Wer einen spannenden und mysteriösen Thriiller lesen will, der den Leser lange Zeit an der Nase herumführt und ein eher unkonventionelles Ende präsentiert, der ist hier genau richtig!

666 (3 von 5 Geister: die anderen haben sich mit Alpträumen unterm Bett verkrochen)

Rezension zu „Teufelsherz“ von Sabrina Qunaj

35568758n„Emily hob hilflos die Hände und schüttelte den Kopf. »Das ist doch krank!«, rief sie aus, ohne den Blick von dem verunstalteten Ding zu nehmen. »Wieso zum Teufel isst du den Muffin im Kreis? Einen Muffin isst von von oben nach unten. Zuerst an der einen und dann an der anderen Seite. Nein, falsch, man isst ihn einfach so, wie es einem gerade einfällt. Da hat man doch kein Schema für.«
»Ich frage mich ehrlich gesagt, wer von uns beiden hier nicht ganz bei Trost ist. Wie kommst du denn jetzt darauf?«“

(Tja, der entscheidende Moment, würde ich sagen. Hier hätte ich am liebsten geschrien: „man, merkst du`s noch? Du magst ihn doch viel mehr als dir lieb ist! Nimm ihn und werd glücklich!“)

Genre:     Fantasy, Jugendbuch
Seiten:    347
ISBN:      978-3843210430
Verlag:   Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch)

Klappentext:

Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Doch Damian bricht die Regeln, um sie zu schützen, und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Deshalb dringt er fast jede Nacht in ihre Träume ein – und schon bald empfindet Emily die Tage ohne ihn als lang und einsam. Aber ist Damian wirklich der, für den sie ihn hält? Als Emily die Wahrheit erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen. Kann sie seine finsteren Pläne verhindern?

Meine Meinung:

„Finster“ ist das Stichwort. Die arme Emily „seufz“. Also zunächst einmal, kann einem das Mädchen nur Leid tun. Durch einen Unfall hat sie ihre beste Freundin verloren und sich noch nicht von dem Schlag erholt. Ihr bester Freund und Bruder des Mädchens, Will, hat ebenfalls mit dem Erlebnis zu kämpfen, und so raufen sich die beiden zusammen. Will, der ehemalige Held des Basketballteams, lebt nun zurückgezogen, kann sich noch nicht so recht wieder mit dem Sport anfreunden und Emily ist seine einzige Vertraute geworden.
Ich hab von Anfang an gedacht, Mensch, die beiden sind wie füreinander geschaffen. Einfühlsam, traurig, immer um die Stimmung des anderen bedacht, sich neckend… Aber man wusste ja, dass Damian kommen wird. Meine lieben Leser, ich mache euch nichts vor: ich mit mit dem „Schutzengel“ nicht warm geworden. Also ja, er sieht umwerfend aus, verliebt sich in Emily, übertritt für sie die Regeln und meinetwegen können die beiden glücklich bis an ihr Lebensende werden (falls sein Vater das zulässt), wenn Will nicht gewesen wäre. Vor allem, da im Laufe des Buches deutlich wird, dass Will mehr für Emily empfindet, als nur innige Freundschaft, und dass sich auch bei ihr ein Funken regt. So habe ich das zumindest wahrgenommen. Eine verzwickte Sache – wie immer bei Dreiecksgeschichten, gibt es verschiedene Fraktionen und ich gehöre tatsächlich der Will-und-Emily-Fraktion an.
Ende des Jahres wird der nächste Teil erscheinen, Sabrina Qunaj hat sich dahingehend nur kryptisch geäußert (kann man ihr ja nicht verübeln), aber ich vermute mal, dass Will woanders seine Bestimmung finden wird (ich habe aber noch einen Funken Hoffnung).
Nun, ein sehr einfühlsamer und nicht überfrachteter Jugendroman mit einigen Fantasy-Elementen. Spannend erzählt, so dass sich die Seiten ruck zuck zum Ende neigten. Eine Empfehlung für jeden und ich denke mal, dass die meisten auch mit dem Ende glücklich sind 😉

Bewertung:

BewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesit(4 von 5 Geister – wir haben heftig debattiert und sind uns nicht einig geworden. 5 Geister waren wie ich der Meinung, dass die Story super und spannend erzählt ist, aber nur 4 waren mit der Gesamtsituation einverstanden. Tja, der letzte Geist und ich haben unser Herz an Will verloren und streiken *schnief*)

Rezension zu „Touched“ von Corrine Jackson

Genre:   Fantasy, JugendbuchIMS4712_023_Jackson _Touched_Bd1_JH_OK_29.09_110930_v02.indd
Seiten:   414
ISBN:      978-3522201575
Verlag:   Thienemann

 Kurze Inhaltsangabe:

In „Touched“ geht es um die ergreifende Geschichte des Mädchens Remy. Sie ist mit besonderen Fähigkeiten ‚gesegnet‘, die es ihr erlauben sich und andere zu heilen – egal ob von Schusswunden, Blutergüssen oder gebrochenen Rippen. Leider beschützt sie das nicht vor ihrem gewalttätigen Stiefvater. Erst als ihr leiblicher Vater sie in seine Obhut nimmt, gelingt es Remy endlich wieder so etwas wie Glück zu finden und Vertrauen aufzubauen, aber die Vergangenheit lässt sich nicht verbergen und in ihrem neuen Zuhause warten nicht minder gefährliche Überraschungen auf sie, so zum Beispiel der gutaussehende Asher Blackwell, der Remy einfach keine Ruhe lässt.

Meine Meinung:

Gerade wegen der anschaulich beschriebenen Misshandlungen eine wirklich ergreifende Geschichte, auch wenn ich am Anfang etwas gebraucht habe, um mich reinzufinden. Man wird in einen gewalttätigen Strudel geworfen und gleichzeitig sind die einzelnen Kapitel mit wunderschönen Blumen und Ranken gespickt. Ein unglaublich schönes Buch, muss ich auf jeden Fall betonen!

 Was mich etwas gestört hat:

  • Remy wächst mit ihrer Mutter auf, muss aufgrund der Umstände zu ihrem Vater ziehen, in eine neue Schule und Freundschaften schließen
  • Dort lernt sie den mysteriösen, unnahbaren und gefährlichen Asher kennen
  • Asher will sich nicht auf sie einlassen, um sie nicht zu verletzen, andererseits übt sie eine gewisse Verführung auf seine Art aus
  • Sie hält sich selbst für nicht hübsch (wird oft genug betont)
  • Die Schwester von Asher mag sie nicht und will sie nicht in der Familie willkommen heißen
  • Der Feind ist unter anderem von derselben Art wie Asher und seine Familie und diese müssen Remy vor ihrer eigenen Art (und sich selbst beschützen)

Wem das bekannt vorkommt, der hebt jetzt bitte die Hand. Ich hatte ab und an das Gefühl, dass ich gerade Bis(s) zum Morgengrauen lese und das fand ich nicht zu gut.

Was mir aber gefallen hat:

Der ganze Rest! Das Buch ist wunderschön, der Fantasy-Aspekt (Remys und Ashers Kräfte) waren für mich neu und originell, die Geschichte ist hart und ehrlich erzählt, mir kamen an einigen Stellen sogar die Tränen (siehe ihre Mom und ihre aufkeimenden Gefühle für ihren Vater *schnief*). Allerdings auch nichts für schwache Nerven, wer sich nicht vorstellen möchte, wie ein Mann ein Mädchen quält, sie ins Gesicht tritt und mit Brandnarben von seiner Zigarette zermürben möchte, dem rate ich unbedingt ab.

Trotz der Ähnlichkeiten mit Bella und Co. vergebe ich auf jeden Fall 5 von 5 Geistern!

Bewertung:

BewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesit(5 von 5 Geister, sie haben gespannt mitgelesen!)