Rezension zu „Raven – The Shadow Force“ von Andrea Mertz

„Meine  Mutter sagte einmal zu mir, Cover Raven
wer im Dunkeln sitzt, zündet sich einen Traum an.“

Genre:     Erotik
Seiten:     200
ISBN:       978-3864431357
Verlag:    Sieben Verlag

Kurzbeschreibung:

Spionageaktivitäten im Inland und Ausland, geheime Kampfeinsätze, Terror- und Spionageabwehr – die Agenten der britischen Eliteeinheit Shadow Force sind immer dort im Einsatz, wo andere Einheiten versagen oder nicht weiter vorstoßen dürfen.

Captain John ‘Raven’ McDermott kennt nach seiner Flucht aus der Gefangenschaft nur ein Ziel: Er muss die Schwester seines besten Freundes Frank aus großer Gefahr retten und beschützen. Gefoltert an Körper und Seele, verfolgt und allein, muss er den Kampf mit einem übermächtigen Gegner aufnehmen und ein Komplott in den eigenen Reihen aufdecken, das zum Ende der Shadow Force führen könnte, wenn niemand die Drahtzieher enttarnt. Jede Sekunde zählt. Dass seine attraktive Schutzbefohlene Lianne ungewohnte Gefühle in ihm weckt und ihren eigenen Kopf hat, macht sein Leben und die Erfüllung seiner Pflichten nicht gerade leichter.

Mein Leseeindruck

„Raven“ ist eine Art Erotik-Thriller und der erste Teil einer Reihe um die Shadow-Force, tapfere Elite-Krieger mit einigen übernatürlichen Spezialfähigkeiten, die ihr Leben für ihr Land aufs Spiel setzen. Leider gibt es einen Maulwurf, weswegen die Gruppe getrennt, denunziert und mehrmals ernsthaft verletzt wird. Wie der Titel schon sagt, dreht sich der erste Band um Raven, der die Journalistin Li beschützen soll, schließlich ist sie die jüngere Schwester seines Freundes und Anführers Frank. Wie man es erwartet, ist Raven natürlich ein ganz harter, sieht umwerfend gut aus, hat viele Affairen, verliebt sich aber nie usw. Und wie nicht anders erwartet, verdreht ihm Lianne ganz schön den Kopf. Ist jetzt keine Überraschung, aber man liest solche Bücher auch nicht, weil man etwas neues und unerwartetes lesen möchte, sondern weil man ein wenig romantisch veranlagt ist und wissen möchte, wie die Protagonisten sich zusammenraufen. Leichte Literatur nenne ich das, ist aber nicht bös gemeint ;-P

Lianne hat mir sehr gut gefallen, sie ist kein Dummchen, das gleich von der ersten Sekunde an dem gutaussehenden und verruchten Typen vertraut und ihm hinterher rennt. Das tut sie natürlich auch, aber es ist wenigstens glaubhaft, ein Attribut, das bei vielen Erotikgeschichten zu wünschen übrig lässt. Der nötige Witz fehlt ebenfalls nicht und wer meine Rezensionen verfolgt, der weiß auch, dass mir flapsige Antworten und humorvolle Charaktere gefallen, vorausgesetzt, sie sind nicht völlig überzogen.

„Da soll ich runter?“Lianne blickte skeptisch auf die Stange und in das schwarze Loch, das sich vor ihr auftat. „Ich kann nicht mal den Boden erkennen.“

„Mach es einfach wie Bridget Jones im Film. Nur ohne Minirock.“

–> Ich liebe Bridget Jones!!!

Im Großen und Ganzen eine spannende Geschichte mit ordentlich viel Knistern und einigen gut geschriebenen Erotikszenen. Für Freunde des Genres eine gute Empfehlung!

Mein einziger Kritikpunkt ist der Schluss, der war mir eine Idee zu kitschig. Romatik ja, Erotik auch, lineare Handlung ebenfalls, kann ich alles akzeptieren, aber schwangere Frauen im Epilog sind nicht so mein Fall. Muss nicht sein.

Da die nächste Geschichte schon angedeutet wurde, bin ich auf jeden Fall gespannt auf Band 2, weil ich nämlich wissen möchte, wie sich das weiterentwickelt und ob sie den bösen Buben noch schnappen!

4 Geister(4 von 5 Geister haben eifrig mitgelesen, aber N° 5 ist ein HappyEnd-Muffel ^^)