Rezension zu „Jax“ von Inka Loreen Minden

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„Mit fünfzig anderen Sklaven stehe ich halbnackt in der vordersten Reihe der Ankunftshalle. Die riesige Kuppel wird von zahlreichen Scheinwerfern beleuchtet, vor uns befinden sich eine Bühne und ein schwarzes Tor, das noch geschlossen ist. Hinter uns klatscht das Publikum rhythmisch in die Hände und kann es kaum erwarten, bis die Warrior eintreffen. Was für eine Show – der Kommentator überschlägt sich mit Neugier erweckenden Vorankündigungen.“

Jax

So beginnt die neue dystopische Reihe von Inka Loreen Minden, eine Mischung aus der Archaik des alten Roms, der Ungerechtigkeit von Panem und einem ordentlichen Schuss prickelnder Erotik.

Genre:     Erotik, Dystopie
Seiten:     140
ISBN:       978-1491264720
Verlag:    Edition Sinneslust

Kurzbeschreibung:

Jax gehört einer Eliteeinheit an, die den Pöbel von der Stadt fernhält. Wenn ein Warrior erfolgreich vom Einsatz in den Outlands zurückkehrt, darf er sich zu seinem privaten Vergnügen eine Sklavin nehmen – mit der er machen kann, was er will. Da kommt es ihm gelegen, dass er die ehemalige Ärztin unter den Sklavinnen entdeckt, die seinen Bruder getötet hat.
Samantha führt ein behütetes Leben in White City, bis sie beschuldigt wird, einen Warrior – die wie Helden gefeiert werden – ermordet zu haben. Sie kann sich entscheiden: Hinrichtung oder ein Dasein als Sklavin. Sie wählt das Sklavenleben und wird prompt vom gefährlichsten aller Krieger gewählt: Jax, dem Unbesiegbaren. Sie weiß, dass er sich rächen möchte, daher versucht sie alles, ihn von ihrer Unschuld zu überzeugen.

Mein Leseeindruck:

Angefixt durch die „Gay“-Reihe (Gayheimnisse, Gaylüste, Gayfühlvoll), musste ich mich auf Jax stürzen. Außerdem kann man der Autorin bei Facebook fast schon beim Schreiben zusehen, weil sie nämlich viele Rückmeldungen über ihre Fortschritte gibt. Daher wollte ich das fertige Werk dann auch endlich in den Händen halten.

Gut gefallen hat mir der Dystopie-Ansatz: der Leser befindet sich in einer dem Menschen mehr oder minder feindlich gewordenen Umwelt, es gibt Städte, in denen die Menschen „safe“ sind, dort herrscht aber ein hohes Maß an Unterdrückung. Dystopien überschwemmen zwar seit einigen Jahren den Markt und ich finde, dass davon nur jede dritte wirklich gut ist, aber ich habe mir „Jax“ nicht deswegen gekauft. Allerdings ist es ein sehr gelungenes Rundumprogramm und wird konsequent weiterverfolgt. In vielen Erotikbüchern stört mich nämlich, dass die Handlung nur Mittel zum Zweck ist, schnödes Beiwerk, lieblos dahin gefaselt, aber die Umwelt der Warrior ist ein liebevolles Setting und mir sehr willkommen.

„Jax“ hat mich sehr überrascht, ich hatte ein langes Katz und Maus-Spiel zwischen Sam und ihrem neuen Herren erwartet, dann kam aber alles ganz anders. Verraten werde ich nichts, nur, dass man als Leserin erotischer Lektüre nicht enttäuscht wird: ein ansehnlicher und intelligenter Mann, eine aufopferungsvolle Frau, feinfühlige und romantische Erotikszenen, eine vernünftige Handlung und wartende Fortsetzungen. Ich hoffe, dass Jax, Crome, Ice und Storm die Menschen aus dem Joch der Unterdrückung befreien können und dann endlich diese „Brot und Spiele für das Volk“-Sklavenschau aufhört. Und ich hoffe auf viele weitere Abenteuer der nachfolgenden Warrior. Daumen hoch und weiter so!

5 Geister(5 von 5 Geister sind verknallt und packen für die Liebe ihres Lebens ordentlich mit an)

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