Rezension zu „Bridget Jones – Mad about the Boy“ von Helen Fielding

„Lasse mich schrittweise vergammeln. Bin ungewaxt, ungezupft, untrainiert, ungepeelt, unpedikürt, unmeditiert, ungefärbt, ungeföhnt, unmöglich gekleidet und stopfe mich mit Sachen voll, die mir nicht guttun.“ Genre:           Frauenroman, Chick-Lit Seiten:           512 Verlag:   … Weiterlesen

Rezension zu „Blut im Schnee: Gay Crime“ von Sophie R. Nikolay

blut-im-schnee-gay-crime-nikolayder-beweisGenre:     Gay Crime
Seiten:     224
ISBN:       978-3943678826
Verlag:    Dead Soft Verlag

Kurzbeschreibung:

Eine brutale Mordserie erschüttert Deutschlands älteste Stadt. In Trier treibt ein Killer sein Unwesen, der es ausschließlich auf schwule Männer abgesehen hat. Kommissar Joachim Gruber und sein Team setzen alles daran, den Täter dingfest zu machen. Thorsten Klein, dessen Lebensgefährte dem Mörder zum Opfer fiel, geht seinen eigenen Weg und schaltet einen Privatermittler ein …

Mein Leseeindruck:

Mein erster Roman aus dem Genre Gay Crime. Ich war ziemlich neugierig und bin auch nicht enttäuscht worden. Die ausschließlich männlichen homosexuellen Opfer sind auf grausamste Weise ermordet worden: jemand hat ihnen ihr bestes Stück abgeschnitten, ihnen in den Mund gesteckt und die Hoden als Souvenier behalten. Urgs!

Ich bin ja jemand, der sich immer alles sofort vorstellen muss und habe dahingehend auch eine blühende Fantasie. Pfui Teufel sag ich da nur! Aber „Blut im Schnee“ ist kein Roman, der sich an den Abartigkeiten weidet, wie es einige andere Thriller tun (z.B. „Das Tagebuch der Patricia White“, da dachte ich ja, dass die grauenvollen Beschreibungen niemals enden würden). Man wird auf die Suche nach dem Mörder geschickt und ich habe dabei mehrere interessante Theorien verfolgt. Ich bin ja eigentlich der Typ, der nach 2 Seiten weiß, wer es war und sich dann langweilt. Aber ich habe mich tatsächlich in die Irre führen lassen ^^ Dass der Lebensgefährte des letzten Opfers der Täter war, habe ich allerdings von Anfang an bezweifelt und als dieser dann einen Privatermittler engagierte, der offensichtlich nicht nur berufliches Interesse an seinem Klienten hat… Gut gelöst wurde die ganze Geschichte, man konnte super mitfiebern, sowohl was die Suche nach dem Mörder, als auch was das Näherkommen von Thorsten und Enrique angeht. Da knisterte die Luft, bis man es kaum noch ausgehalten hat. Und dabei weder platt noch allzu pornografisch.

„Blut im Schnee“ kann ich jedem empfehlen, der nicht 500 Seiten lang durch den Sumpf des Verbrechens waten will, sondern auch mal zu einer lockeren Kriminalgeschichte mit romantischen Touch greift. Der Krimi steht dabei, so habe ich es zumindest wahrgenommen, eher ein wenig in dem Hintergrund. Zumindest wenn man, wie ich, dann erwartungsvoll die Geschichte der beiden Männer mitverfolgt. Aber Achtung: wenn man Berührungsängste mit sexuellen Annäherungen zwischen Männern hat, dann ist das vielleicht nicht das richtige Buch. Ich aber fand es spannend, prickelnd, gefühlvoll und sexy!

5 Geister(5 von 5 Bewertungsgeister haben atemlos die Story mitverfolgt und zum Schluss gejubelt! Warum? Das müsst ihr schon selbst herausfinden!)

Rezension UND Wanderbuch zu „Backstagetrouble“ von Brandilyn und Amberly Collins

backstageGenre:     Jugendbuch, Krimi, Thriller
Seiten:     300
ISBN:       978-3868273786
Verlag:    Francke

Kurzbeschreibung:

Shaley O’Connor ist 16, die Tochter einer bekannten Rocksängerin und führt ein Leben, von dem viele träumen. Limousinen, Luxushotels und Backstagepässe gehören zu ihrem Alltag einfach dazu. Aber dann stolpert Shaley während eines Tourkonzerts im Backstagebereich über die Leiche eines Freundes. Wer hat Tom auf dem Gewissen? Und hat sein Tod irgendetwas mit ihr zu tun? Plötzlich hat Shaley jede Menge Trouble. Sie bekommt nicht nur bedrohliche Nachrichten, sondern auch die Paparazzi verfolgen sie. Wo ist Gott, wenn sie ihn braucht? Shaley hat nur eine Chance, aus diesem Albtraum zu entkommen: Sie muss Toms Mörder finden, bevor er wieder zuschlägt.

Mein Leseeindruck:

Ich habe das Buch in einer Leserunde gewonnen und hatte mir einiges davon versprochen. Die Tochter eines Stars, on Tour, ein Mord, fiese Paparazzi und der Versuch einer Aufklärung. Das klang für mich nach dem Auftakt eines spannenden Thrillers für Jugendliche, die gerne einen Blick hinter die Kulissen einer Rockband werfen wollen.

Leider wurden sämtliche meiner Erwartungen enttäuscht. Das Mädchen Shaley denkt a und tut b, ist meiner Meinung nach nicht authentisch und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ein Großteil der Handlung sich mit ihr und ihren Wehwechen befasste. Ganz ehrlich, den einen Abend lamentiert sie, dass das Showbizz so blöd ist, man nichts für sich hat und die Presse den Mord mit allem drum und dran auschlachtet und am nächsten Morgen geht sie mit ihrer besten Freundin in Edelboutiquen shoppen (und wird dann von Paparazzi verfolgt). „Hä?“ Wenn man kritisch sein will, dass sollte man das auch konsequent tun. Neben Shaley fehlte meiner Meinung nach auch allen ander Charakteren ein wenig Tiefe. Gleich zu Beginn findet Shaley den ermordeten Vertrauten Tom, dann sieht sie ein Gesicht nach dem anderen, begegnet Leuten, zu jedem wurde eine zum Teil erstmal überflüssige Geschichte erzählt. Ich hatte das Gefühl, das es gar nicht voran ging, weil man erstmal nur mit Informationen über jeden zugebombt wurde. Dabei hatten die meisten dann nur noch einen zweiten Auftritt in diesem Buch, weswegen man trotz der Geschichten zu niemandem eine Beziehung aufbauen konnte. Die Gespräche bzw. die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war ebenfalls irgendwie nicht authentisch und als dann endlich Shaleys beste Freundin zu Besuch kam, lagen sie entweder beide erschöpft im Hotelbett oder sind Shoppen gegangen. Man kann nicht behaupten, dass da irgendwelche echten Gespräche stattgefunden haben.

Ich bin übrigens die einzige in der Leserunde, der es so ging. Man kann das also auch anders sehen. Aber ich bin nun einmal kritisch und ich denke, das man das Setting nicht wirklich genutzt hat, eher oberflächliche Beziehungen hergestellt hat und die erste Aufklärung am Ende des ersten Teils auch eher so ein, „denkste-Effekt“ war. Das war nun abzusehen. Auch das man den verschollenen Vater ins Spiel bringt. Das macht nun auch jeder. Auch wenn alle total gespannt auf den nächsten Teil sind: ich bin es nicht. Man kann sich die Hintergrundstory mit dem Vater an 3 Fingern abzählen und ich lese dann lieber ein Buch, bei dem ich nicht das Gefühl habe, dass man sich bei der Personengestaltung keine Mühe gegeben hat.

Übrigens: das Buch hat 300 Seiten, ist aber so gedruckt worden, das links und rechts jede Menge Platz war, so dass nur ungefähr 7-8 Wörter auf jeder Zeile standen. In relativ großer Schrift. Muss man denn so tun, als hätte man mehr zu bieten? Kann man sich das Papier nicht sparen? Also wenn ich schon ein Buch mit einer derartigen Platzverschwendung aufschlage, dann denke ich mir schon meinen Teil.

Alles in allem vergebe ich 3 von 5 Bewertungsgeistern, auch wenn diese mich schon beleidigt anschauen. Es kann sich aber jeder selbst ein Urteil erlauben, wie gesagt, andere fanden es toll, spannend und überraschend. Ich würde das Buch daher gern als Wanderbuch zur Verfügung stellen, weil mich interessiert, was ihr davon haltet!

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