Rezension zu „Liebe Macchiato“ von Eva Nordmann

Genre:           Roman, Liebesroman?
Seiten:           302
Verlag:           Montlake Romance
ISBN:            978-1542045599
Preis:              7,99€

                   Inhalt:

Freya ist glücklich. Ihre große Leidenschaft für Kaffee kann sie in einer italienischen Espressobar voll und ganz ausleben. Doch ihre Welt bricht zusammen, als das Café an eine große, internationale Kette verkauft wird. Sie fühlt sich von ihrem Chef Lorenzo, der eine Art Vater für sie ist, verraten und möchte alles hinschmeißen. Doch sie hat nicht mit dem unwiderstehlichen Charme ihres neuen Chefs gerechnet, der sie mit einer dicken Gehaltserhöhung und schicken Autos einzuwickeln versucht. Freya ist kurz davor, schwach zu werden und ihren großen Traum aufzugeben, die Deutsche Barista-Meisterschaft zu gewinnen. Doch als Freya den Grund für den Verkauf erfährt und der wahren Liebe begegnet, entdeckt sie, dass das Leben und perfekter Kaffee viel gemeinsam haben: süße Versprechen, leichte Bitternoten und dass erst die tragischen Momente dem Leben seinen eigentlichen Geschmack verleihen.

Mein Leseeindruck:

Gleich vorweg: ich habe das Buch nach der Hälfte abgebrochen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Zunächst habe ich mir unter dem Klappentext irgendwie etwas anderes vorgestellt. Freya besticht zwar durch ihre Liebe zu der italienischen Espressobar und macht ganz wundervollen Kaffee, aber damit hören meine positiven Gefühle zu der Geschichte auch schon auf.  Ihr Ziehvater Lorenzo hat die Kaffeebar verkauft – die Gründe werden sicherlich noch offen gelegt, im Moment vermute ich eine Krankheit. Allerdings meint er, eine große Cafe-Kette hat es gekauft und wird nur den Namen ändern. Hat er das Kleingedruckte nicht gelesen? Ist er senil? Ich weiß es nicht, aber natürlich ändert sich alles, es gibt hässliche Stühle, wenig aromatischen Kaffee aus einer Ein-Knopf-Maschine und plötzlich gibt es in der ganzen Stadt nur noch hektische Leute, die unfreundlich nach ihrem Kaffee verlangen. Und die ach so wichtige Barista-Meisterschaft steht irgendwie auch nicht mehr so wirklich im Vordergrund – obwohl Freya sich doch extra den Termin gemerkt hatte, wie die Autorin überflüssigerweise zu Beginn betonte. Glaubte man zu Beginn noch, dass zwischen Freya und Lorenzos Sohn zarte Bande bestehen, so wird man enttäuscht, denn der wird kaum noch erwähnt – obwohl die Autorin das schon ein wenig heraus gearbeitet hatte. Jedenfalls taucht er nur noch selten auf und statt dessen betritt der neue Chef Eric das Feld. Die Autorin hat sich alle Mühe gegeben, ihn von Anfang an und auch weiterhin unsympathisch zu machen: er hat widerlich gegeltes Haar, gebleichte Zähne, ist ein Aufreißer und Angeber und schaut Freya in jeder Szene auf die Brüste oder auf den Saum ihres Kleides. Trotzdem nähern die beiden sich irgendwie an und ich habe mich jedes Mal aufs neue gefragt, was die Autorin da tut und warum. Die Dialoge sind auch nicht immer stimmig, statt dessen holprig und ich glaube nicht, dass man sich so unterhält, so denkt oder so etwas sagt. Es wirkte einfach nicht. Letzen Endes ausgestiegen bin ich, weil Freya irgendwie immer blöder wurde, drei Mal Dinge nachfragt (laut oder in Gedanken), die aber auf der Hand liegen und ich mehr Zeit damit verbracht habe, ihre unsinnigen Gedanken in meinem Kindle zu kommentieren, als das Buch weiter zu lesen. Kann sein, dass daraus noch ein Liebesroman wird – die Rezensionen bei Amazon sind ja recht vielversprechend, aber ich habe mich die meiste Zeit über Szenen und Gedanken in dem Buch aufgeregt und lasse es daher einfach sein.

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