Rezension zu „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek

Genre:           Thriller
Seiten:           416
Verlag:           Knaur TB
ISBN:            978-3426521083
Preis:              12,99€

                Inhaltsangabe:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Mein Leseeindruck:

„AchtNacht“ ist auf der Grundlage von The Purge geschrieben, was ich mega genial fand. Es findet ein Experiment statt und am 08.08. werden um 8 Uhr 8 ein bis zwei Personen genannt, die für 12 Stunden vogelfrei sind und für ein Preisgeld von 10 Mio Euro gejagt werden dürfen. Legitimation erhalten die Menschen, indem behauptet wird, dass die Regierung der Jagd zustimmt, da die Gefängnisse überfüllt sind und los gehts…

Ich finde die Grundidee nach wie vor genial, da sie, wie auch in „Anonym“ von Strobel/ Poznanski, die Sensationslust und Moralität der Menschen vorführt, die in der aufgeputschten Masse zu Monstern werden und vieles glauben, was in den sozialen Netzwerken steht bzw. erzählt wird. Dieses doch recht kritische Bild von uns Menschen ist gar nicht mal so unrealistisch und das Thema „gefakte Medien“ ist ebenfalls aktuell. Spannend wird daher die Jagd auf Ben, der irgendwie in den Lostopf gelangte und sich vor der irren Masse, aber auch vor dem Spielleiter Oz, retten muss.

Soweit gut und spannend, aber wie in dem Paket hat Fitzek eine Side-Story entwickelt, die sicherlich die Spannung voran treiben soll, die mich allerdings inhaltlich gestört hat und die völlig an den Haaren herbeigezogen war. Gemeint ist ein gelangweilter, koksender Russe und ein Taxifahrer, der mit speziellen Filmchen Geld verdient. Diese Zusatzgeschichte hat mich sogar so sehr gestört, dass ich das Buch ein paar Wochen lang auf Eis gelegt habe.

Alles in allem also eine spannende Geschichte, aber von einem sensationellen Thriller weit entfernt und sicher auch nicht der beste Fitzek auf dem Markt.

(3,5 von 5 Bewertungsgeister haben die Jagd überlebt – der Rest hat sich in einer Side-Story verirrt und wurde von Menschenhändlern aufgegriffen und verkauft)

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5 Kommentare zu “Rezension zu „AchtNacht“ von Sebastian Fitzek

  1. Huch, wo ist der Waldschrat hin? 🙂 Schade, der Name war so schön kantig. Allerdings konnte man davon nicht unbedingt auf einen Bücherblog schließen.
    „Achtnacht“ war ja die ganze Zeit über noch in meinem Hinterkopf, aber so langsam trudeln doch eine Menge negative Rezis ein und da ich das Paket schon als ziemlich durchwachsen erlebt habe und gegen Ende NUR noch mit den Augen rollen konnte, lasse ich besser die Finger davon. Vielleicht probiere ich es irgendwann mal mit einem der älteren Fitzeks – aber seine neueren Bücher und ich werden wohl keine guten Freunde. Wieder eine schöne Bewertungsgeister-Idee! Und klare Worte…
    Liebe Grüße

    • ich denke auch, dass ich es mal mit der Therapie versuche – maximal 4 Sterne habe ich bisher an Fitzek vergeben und irgendwie ist das zwar okay, aber es gibt schon bessere Thriller…

  2. Huhu Susen!

    Ich kann mich da nur anschließen. Ich fand in diesem Roman auch ganz, ganz vieles an den Haaren herbeigezogen und unrealistisch, dass ich mich auf die Story nicht komplett einlassen konnte. Sehr schade, denn ich finde auch, dass sie durchaus Potential hatte eine der besseren Fitzek-Storys zu werden.

    Viele Grüße
    Nicole

  3. Pingback: AchtNacht von Sebastian Fitzek | Literaturrezensionen

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