Rezension zum Hörbuch „Mördermädchen“ von Elizabeth Little

Genre:           Roman, evtl. Jugend-Thriller
Hörzeit:        7 Stunden 15 Minuten 
Sprecher:     Oliver Siebeck, Nora Tschirner

Preis:              12,99€

                     Inhaltsangabe:

Janie Jenkins hat alles: Ruhm, Geld und gutes Aussehen. Doch dann wird ihre Mutter ermordet – und alle Beweise sprechen gegen sie. Das Problem: Janie kann sich selbst nicht daran erinnern, was in jener Nacht geschehen ist. Als sie zehn Jahre später aus dem Gefängnis entlassen wird, macht sie sich auf die verzweifelte Suche nach der Wahrheit. Eine Spur führt sie in die kleine Stadt Adeline in South Dakota, wo sie unter falscher Identität Stück für Stück die Vergangenheit ihrer Mutter entschlüsselt. Warum musste diese sterben – und trägt Janie tatsächlich Schuld an ihrem Tod?

Mein Lese- bzw. Höreindruck:

Die Geschichte um die freche Janie Jenkins hatte mir zu Beginn so gut gefallen, dass ich mir sogleich noch das Buch dazu geholt habe, um es später nochmals genießen zu können. Der Hörer lernt Janie Jenkins kennen, die gerade aus einer langjährigen Haft entlassen wurde – der Schuldspruch wurde revidiert und sie ist ein freier Mensch – theoretisch. Praktisch weiß sie selbst nicht mehr, was vor 10 Jahren geschehen ist und es gibt genügend Stimmen und sensationslustige Menschen, die ihren Kopf sehen wollen – auf die eine oder andere Weise. Selbst nicht von ihrer Unschuld überzeugt, plant Janie zunächst ihr Verschwinden und dann weitere Schritte auf der Suche nach den wahren Begebenheiten zu jener Nacht, in der ihre sterbende Mutter mit Blut Janies Namen auf den Boden geschrieben hat. Diese Grundstory fand ich richtig spannend und mir hat Janie sehr gut gefallen, denn sie ist frech, ein ehemaliges High-Society-Girl mit zu viel Geld, aber auch Ecken, Kanten und v.a. Krallen. Das Verhältnis zu ihrer Mutter war nie besonders gut und beide haben in ihrem Leben viele Fehler gemacht. Trotzdem mochte ich die kratzbürstige Janie, denn sie spricht fließend sarkastisch und kann sich wehren – auch wenn sie in ihrem Inneren natürlich sehr verletzt ist. Das ganze wird von Nora Tschirner sehr gut umgesetzt und die Sprecherin passte wie die Faust aufs Auge. Auch wenn Janie 10 Jahre im Gefängnis saß, denkt und handelt sie doch wie eine trotzige Jugendliche, was mich gar nicht gestört hat und die Geschichte für mich eigentlich zu einem Jugendthriller macht – denn spannend war ihre Suche in Adeline auf jeden Fall. Weswegen ich dann doch nur noch 4 Sterne vergeben habe und das Buch wahrscheinlich nicht noch zusätzlich zum Hörbuch lesen werde: die Auflösung des Ganzen war dann irgendwie … seicht. Man konnte sich zwar vieles denken und die Jagd nach der Vergangenheit der Mutter und somit auch ihrem Mörder war so cool konstruiert und dann kommt da ein Mörder daher, der einfach öde war. Für mich sehr schade, grundsätzlich kann ich die Geschichte aber jedem empfehlen, der Spaß an einer pöbelnden und missverstanden Tochter hat, die bis zum Ellenbogen im Morast ihrer Familiengeschichte wühlt!

(4 von 5 Bewertungsgeister haben mit Janie den Mörder gestellt –
einer hat sich einfach zurückgezogen und genießt die Ruhe auf dem Land)

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