Rezension zu „Wonderwoman auf der Super Hero High“ von Lisa Yee

Genre:           Kinderbuch
Seiten:           256
Verlag:           cbj
ISBN:            978-3570173824
Preis:              9,99€

                                    Inhalt:

Wonder Woman ist eine Prinzessin und Amazonen-Kriegerin. Doch an der Super Hero High kämpft sie nicht gegen fiese Superbösewichte, sondern vor allem mit neuen Trainingsmethoden, neuen Freundinnen (und Feindinnen) – und sie muss lernen, mit einigen peinlichen Niederlagen fertigzuwerden.

Mein Leseeindruck:

Ich habe „Wonderwoman auf der Super Hero High“ als Rezensions-Exemplar angefragt, weil ich dachte, dass ich meinen geliebten Comic Helden beim Groß-Werden zusehen kann. Sie gehen auf eine (fiktive) spezielle Schule, auch wenn man natürlich weiß, dass sie sich gar nicht alle in frühen Jahren gekannt haben können (und manche ja erst später durch bestimmte Umstände zu dem geworden sind, was sie dann ausmacht). Und sie müssen gegen einen „Super-Fiesling“ kämpfen. Ich lese ab und an sehr gerne ein Kinderbuch, da es mein Herz erwärmt und mich noch mal Kind sein lässt. Aber dieses Buch musste ich leider abbrechen und es ist damit nicht nur das erste Kinderbuch, das ich abgebrochen habe, sondern auch mein erstes abgebrochenes Rezensions-Exemplar.

Was mir gefallen hat? Eigentlich nur, dass alles in blauer Schrift geschrieben ist. Etwas gewöhnungsbedürftig war, dass alle ausschließlich mit ihrem Superhelden-Namen angeredet wurden – wie gesagt, man kann sich daran gewöhnen, auch wenn ein kleines Mädchen namens Super Woman ja irgendwie komisch ist. Über das Alter wurde tatsächlich nie geredet, aber vom Verhalten der Protagonisten her schätze ich die „Helden“ auf ca. 8-10 Jahre. Wonder Woman selbst kommt ja von außerhalb und kennt viele Dinge nicht, aber sie verhält sich durchweg dämlich, was sicherlich den Witz des Kinderbuches ausmachen soll, meiner Meinung aber nur absolut lächerlich und unnötig ist. Wenigstens eine Sache hätte sie doch mal (zufällig) richtig machen können. Gestört hat mich weiterhin, dass es kaum Beschreibungen oder tiefere Einblicke in die jeweiligen Superhelden gab. Ich verstehe absolut, dass sich die Autorin nicht nur auf die A- und B-Prominenz gestürzt hat, aber wenn man recht unbekannte Helden auswählt, dass sollte man die doch wenigstens ein bisschen einführen oder? Die Autorin scheint davon auszugehen, dass man sich im DC Universum 200% auskennt, was man aber v.a. bei einem Kinderbuch einfach mal nicht erwarten kann. Und auch bei einem Kind kann ich mir vorstellen, dass es gerne die Unterschiede zwischen den Gestalten und die Geschichten zu Cheetah, Red Tornado, Frost, Beast Boy, Katana, Bumlebee, Hawkgirl, Golden Glider und Star Sapphire kennenlernen würde oder? Harley Quinn, Poison Ivy und der Riddler gehen natürlich auch auf die Super Hero High (is klar, ne) – Harley ist sogar ihre Mitbewohnerin und filmt die ganze Zeit Super Woman für ihren Youtube-Kanal (ich bin fast verrückt geworden). Ich fand die ganze Situation absolut fernab der Realität, wenn man das bei Comic-Figuren überhaupt so sagen kann. Aber ich denke, ihr wisst, wie ich das meine. Dann gehen irgendwie alle Lehrer und Schüler davon aus, dass Wonder Woman sich von der ersten Sekunde an in der Schule auskennt, obwohl doch eigentlich jeder weiß, dass sie nicht gerade in der Zivilisation aufgewachsen ist. Ich habe mich ständig gefragt, warum ihr eigentlich keiner was zeigt oder erklärt, sondern sie einfach von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpern lässt. Auch hier könnte man wieder sagen: „ist ja ein Kinderbuch“, aber ich habe die ganze Zeit darunter gelitten, was hier mit den Comic-Helden getrieben wurde und ich denke, dass auch unseren Kindern einige dieser Ungereimtheiten auffallen könnten.

Warum ich es dann abgebrochen habe? Davon abgesehen, dass mir sowieso schon so einiges übel aufgestoßen ist, kam dann noch das MÄDCHEN Lois Lane und interviewte Wonder Woman als Reporterin. Kinderbuch hin oder her, aber auch unseren Kindern sollten wir nicht so einen Blödsinn zu lesen geben. Ich finde es echt mega traurig, dass man aus dem tollen Superhelden-Universum so einen Quark gemacht hat. Empfehlen kann ich es leider für keine Altersgruppe 😦

(1 von 5 Bewertungsgeister haben mit Wonder Woman mitgefiebert –
der Rest hat Pläne geschmiedet, wie man die Schule dem Erdboden gleich machen kann)

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4 Kommentare zu “Rezension zu „Wonderwoman auf der Super Hero High“ von Lisa Yee

  1. Hahaha. Gröhl. Wieder ein Gespensterhighlight! Ich habe auch gerade ein megamieses Buch beendet, das ich am liebsten abgebrochen hätte, und kann dir nachfühlen.
    LG

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