Rezension zu „Frevel im Beinhaus“ von Petra Schier

51ZpxBpimPLGenre:           Historischer Roman, Historischer Krimi
Seiten:           352
Verlag:           Rowohlt Taschenbuch Verlag
ISBN:            978-3499254376
Preis:              8,99€
Leseprobe:  *click*

                         Inhalt:

Ein gottloser Frevel empört die Kölner Bürger: Aus einem Beinhaus wurden Schädel und Knochen entwendet. Kurz darauf wird im Hinterhof der Apothekerin Adelina eine schwangere Frau ermordet. Sogleich gerät Medicus Neklas Burka, Adelinas Gemahl, in Verdacht, die Frau für seine Experimente missbraucht zu haben. Adelina ist entschlossen, seine Unschuld zu beweisen. Doch selbst ihr kommen Zweifel, als sie wenig später in ihrem Keller einen geheimen Raum mit menschlichen Schädeln und Knochen findet …

Mein Leseeindruck:

„Frevel in Beinhaus“ ist der vierte Band aus der Adelina-Krimi-Reihe von Petra Schier. Bisher hatte ich mich noch nicht an ihre historischen Romane gewagt, weil ich mich zwar ab und an in das Genre bewege, die Bücher aber meistens dick und recht behäbig sind. Jetzt bin ich aber ganz froh, dass ich mir Band vier zur Brust genommen habe, denn ich bin hellauf begeistert und habe mir gleich im Anschluss den Nachfolgeband bestellt.

Kurz zur Geschichte: Adelina ist Apothekerin in Köln und hat in den letzten Bänden eine Familie gegründet. Zumindest gehe ich davon aus, dass sie im ersten Roman noch allein war, denn solche Reihen machen ja immer eine gewisse Entwicklung durch. Ich habe die ersten drei Bände zwar noch nicht gelesen (werde dies ganz bald nachholen), aber man hat absolut kein Problem, in der Geschichte anzukommen. Mit nur wenigen Sätzen hier und da holt Petra Schier den Leser komplett ab und nach einigen Kapiteln hatte ich schon das Gefühl, dass ich die Familie seit Jahren kenne und schon allerlei Abenteuer mit ihnen durchgestanden hätte. In jedem Band ereignet sich ein Mord und Adelina schreitet tatkräftig zur Auflösung des jeweiligen Falles. Also sie ist deswegen jetzt nicht gleich eine Detektivin, aber man kann ja Nachforschungen anstellen, sich umhören oder zur rechten Zeit am rechten Ort sein – oder am falschen, je nachdem. In diesem Band geht es um die Schändung eines Beinhauses und den brutalen Mord an einer hochschwangeren Frau und ihrem Baby. Nebenher wird Adelinas Mann der Ketzerei und des Mordes angeklagt, was natürlich zu Handlungen aufruft. Mehr will ich mal nicht verraten.

Adelina ist, ganz klassisch, eine mutige und dickköpfige Frau, die im Mittelalter ihre Interessen durchsetzt. Ich denke, dass es wenige Mittelalter-Romane gibt, in denen die Protagonistin anders ist. Mir hat ihr Auftreten sehr gut gefallen, es war nicht übertrieben und Adelina war mir von der ersten Seite an sympathisch. Auch ihre Familie und Freunde habe ich sofort in mein Herz geschlossen und die Entwicklungen teilweise atemlos verfolgt. Das war am Ende nämlich ganz schön knapp 😉 Als Geschichtslehrerin ist mir das mittelalterliche Treiben in Köln nicht ganz fremd, aber ich habe noch viel dazu gelernt (z.B. die Konfekt-Herstellung) und bin der Meinung, dass Petra die Geschehnisse mit viel Liebe und Sorgfalt recherchiert und umgesetzt hat.

Auch wenn ich mit Band vier mitten in der Reihe angefangen habe, bin ich dem Buch restlos verfallen und kann es kaum erwarten, dass mir der Postbote das nächste Buch herbeischafft. Ich werde es ihm vermutlich aus den Händen reißen, da es gewisse Entwicklungen gibt, die ich sofort weiter verfolgen möchte. Ihr seht also, dass ich das Buch mit 5 von 5 Sternen jedem Fan von historischen Romanen bzw. historischen Krimis nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich habe die 352 restlos verschlungen und bin sehr froh, dass ich mein Glück mit der Reihe versucht habe!

5 Geister

(5 von 5 Bewertungsgeister haben mit mir den historischen Krimi verschlungen
und gleich den Folgeband bestellt)

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