Rezension zu „Kitty Kathstone Band 1“ von Sandra Öhl

91vCXZ3RB3LGenre:           Jugendbuch, Fantasy
Seiten:           444
Verlag:          Mr. Bumblebee’s House
ISBN:            978-3950400304
Preis:             17,99€

                                       Inhalt:

Sie ist schlagfertig und zieht Schwierigkeiten an, wie das Licht die Motten. Da ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet an Kittys fünfzehnten Geburtstag alles schief läuft. Und als wären es nicht genug Katastrophen für einen Tag (nebst dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters), eröffnen ihr ihre zurückhaltende Mutter und die resolute Großmutter das lange totgeschwiegene Familiengeheimnis. (Nichts Neues, denkt Ihr? Naja, seid Euch da mal nicht so sicher.)

Kitty findet sich schneller, als ihr lieb ist in einer Welt voller Mythen wieder, bevölkert von Gorgonen, Formwandlern, japanischen Einhörnern, Walküren und anderen unglaublichen Wesen, in der es aber vor allem um eines geht: Gemeinsam mit 14 Guardians und jahrtausendealten Steinen, das Gleichgewicht des Universums zu bewahren.

Ein fantastisch-komisches Abenteuer, das einen mit viel Humor, Spannung, Familiensinn, einem Quentchen Philosophie und einer schlagfertigen Protagonistin von Little´s Law über die schwarze Stadt Khara Khoto bis nach Berlin führt.

…Ach ja, und dann gibt es da noch einen Jungen mit leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen und natürlich meine Wenigkeit, die diese unglaubliche Begebenheit erzählt.

Ihr ergebener Sir Larry Oehl

Mein Leseeindruck:

Nach den einleitenden Worten von Sir Larry Oehl in der Inhaltsangabe weiß man eigentlich schon, dass wir es mit einer Heldin zu tun haben, die nichts von ihren Gaben bzw. über die Welt voller magischer Wesen weiß. Das ist grundsätzlich nicht weiter schlimm – Harry Potter ist dann ja auch relativ gut zurecht gekommen. Beide gingen auf eine Schule voller magischer Wesen und mussten einem Fiesling den Kampf ansagen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Nun muss nicht jedes Buch wie Harry Potter sein, aber ich hätte mir gewünscht, dass sich die Schule bzw. die Lehrer und Mitschüler um ihren Neuzugang kümmern, weil man das einfach erwartet, wenn man einen unwissenden Neuzugang hat.

Leider wurde Kitty die ganze Zeit über von allen Seiten angekäst, weil sie von nichts einen Plan hat, aber es hat auch nie jemand mit ihr wirklich gesprochen: nach der großen Eröffnung haben weder Mutter, noch Großmutter ihr ein paar Dinge erklärt, noch der Schulleiter, die Lehrer oder Mitschüler. Alle haben sie immer nur dumm von der Seite angemacht, dass sie nichts wisse, aber richtige Erklärungen gab es nicht. Das hat natürlich nicht nur Kitty frustriert, sondern auch mich als Lehrer. Daraufhin reagierte Kitty logischerweise genervt, aber sie ist im allgemeinen auch eine relativ zickige Natur und manchmal konnte ich ihr Gehabe leider nicht nachvollziehen. Auch ihre Mitbewohnerin und spätere Freundin verhielt sich nicht wirklich nachvollziehbar, denn sie will später Botschafterin werden, ist aber mit jeder Situation oder Konversation restlos überfordert, hat keine Geduld oder diplomatisches Geschick. Ich habe keine Ahnung, wie sie sich das Leben als Botschafterin vorstellt.

Da niemand wirklich mit Kitty spricht, wird man als Leser natürlich ebenfalls relativ oft im Dunkeln gelassen, was sehr schade ist, denn diese Welt mit all ihren magischen Wesen und Artefakten ist sehr komplex und es wäre sicherlich interessant gewesen, man man mehr erfahren hätte. Statt dessen stolpert man mit diesem zickigen Teenager die ganze Zeit durch das Abenteuer und weiß am Ende von jedem nur ein wenig.

Ebenfalls ein wenig nervig empfand ich den Erzähler (siehe Klappentext/ Inhaltsangabe), da dieser sich überall ziemlich naseweis einmischt, was möglicherweise charmant erscheinen soll. Ich fand ihn ziemlich neunmalklug und seine Ausführungen haben mich eher aus dem Lesefluss gerissen, als ihn zu bereichern.

Ich kann mir vorstellen, dass einige diese Geschichte interessant finden werden, aber mir waren es viel zu wenig Informationen und zu viel blindes und zickiges Herumgestolpere seitens der „Heldin“.

3 Geister

(3 von 5 Bewertungsgeister haben das Abenteuer mit Kitty durchgestanden –
der Rest hat sich lieber auf die Suche nach weiteren Artefakten gemacht)

logo_frontpageVielen Dank an BloggDeinBuch für das Rezensions-Exemplar!

 

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