Frau G.: Rezension zu “Die Ritter der vierzig Inseln” von Sergej Lukianenko

51BZtjecKrL._SX314_BO1,204,203,200_.“Unsere Nachbarinseln trugen die Nummern 12, 24 und 30, beim Namen genannt waren es die Inseln der Fhlichen Brüder, des Heißen Wassers und der Schwarzen Sterne. Dem Eiland, auf das es mich verschlagen hatte, war die Nummer 36 zugedacht. Auf jeder Inseln lebten etwa zehn bis zwanzig Jungen und Mädchen, die auf dieselbe Weise wie wir dort gelandet waren. Alle zusammen spielten das Große Spiel. Was das für ein Spiel war? Na – so eine Art Ritterspiel.”

Genre:            Fantasy; Jugendbuch
Seiten:           416
Verlag:    .      HEYNE
ISBN:              978-3453526631
Preis:              8,99 €
Leseprobe: *click*

……………………………………………………Inhalt:

Es ist eine atemberaubend fantastische Welt, in die der junge Dima eines Tages ganz plötzlich versetzt wird: Ein Archipel aus vierzig Inseln, auf denen zahlreiche andere Jugendliche leben, die alle auf dieselbe magische Weise dorthin gekommen sind wie Dima. Doch es ist keine friedliche Welt – denn es heißt, nur wer alle Inseln erobert, darf zur Erde zurück. Für Dima beginnt das Abenteuer seines Lebens.

……………………………………………..Mein Leseeindruck:

„Die Ritter der vierzig Inseln“ war ja mein erster schriftlicher Lukianenko auf Deutsch. Die Wächter habe ich über diese scheußliche Verfilmung kennen gelernt und in meiner Zeit in St. Petersburg habe ich „Sternenspiel“ auf Russisch gelesen.

Dima lernt man mitten in den Sommerferien kennen, die er für sich furchtbar langweilig findet. Somit streunt er ein wenig in der Gegend rum und wird fotografiert. Und schon nimmt das Unheil seinen Lauf. Er landet ziemlich schmerzhaft auf der Insel Nr. 36 in einem ihm unbekannten Erdteil und zwischen Kindern und Jugendlichen, die ihm haarsträubende Sachen berichten. Er sei von Außerirdischen entführt worden, gar nicht mehr auf seinem Heimatplaneten und nun muss er am sogenannten Großen Spiel teilnehmen. Der Weg nach Hause sei theoretisch möglich, aber niemandem ist bekannt, ob dies schon einmal gelungen ist.

Dima findet sich erstaunlich schnell in dieser neuen Gemeinschaft, die auf seiner Insel hauptsächlich aus Russen und einen englischen Kommandeur besteht, ein, obwohl ich der Meinung bin, dass sie vor ihm in einer gewissen Art und Weise Angst haben. Er ist der erste, dem auffällt, dass es Spione gibt und auch er ist es, der sich einfach nicht anpassen will.
Das Tagwerk ist jeden Tag eigentlich das Gleiche. Bewache eine der drei Brücken, die von deiner Insel wegführen und töte, wenn nötig. Dazu gibt es Holzschwerter, die sich ab und an in echte Schwerter verwandeln. Es kommt also, wie es kommen musste: Seit Dima auf den Inseln ist, wird es für alle vierzig ziemlich turbulent. Als Leser hat man das Gefühl, dass alles vor Dimas Ankunft so vor sich hin  dümpelt, alle sich angepasst und den Regeln gebeugt haben.
Dima jedoch fällt es schwer. Als Erstes bringt er seine Freundin Inga, die sich zufällig auf eine der Nachbarinseln befindet, dazu, überzulaufen und er schlägt vor Konförderationen zu gründen, die Inseln per Schiff zu erkunden, den Himmel zu erforschen, obwohl dies streng verboten ist, und vieles mehr.
Es kommt, wie es kommen musste, das meiste geht schief. Und damit nicht genug, in ihrer Burg finden die Gefährten um Dima eine Kapelle mit mehreren Skeletten und detaillierten Aufzeichnungen zum Leben auf den Inseln. Und es ist alles schon mindestens einmal passiert. Sie sind gefangen in einem Kreislauf… Aus diesem will vor allem Dima natürlich raus. Und ob dies gelingt, werde ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die Sprache des Buches ist zweitweise ein wenig kompliziert. So richtig konnte ich nicht ausmachen, ob es an der deutschen Übersetzung liegt oder an Lukianenkos Stil zu schreiben. So fiel es mir schwer, in das Buch hineinzukommen. Die Geschichte an sich erinnert an Dystopien von „heute“, auch wenn 1992 (Ersterscheinung des Buches) Dystopien im heutigen Sinne noch weit entfernt liegen, vereint es für mich viele Elemente dieses Genres und diese sind von Lukianenko toll umgesetzt. Einzig die Auflösung zeigt für mich das Alter der Story von über 20 Jahren.
Die Botschaft hinter den Geschehnissen ist schwere Kost und sehr komplex. Leben und Sterben sowie das sinnlose Kämpfen von Kindern gegeneinander, instrumentalisiert von Machthabern, ist leider auch in unserer Zeit zum Teil noch gang und gäbe. Hier geht der Autor sehr einfühlsam mit dem Thema um, nichtsdestotrotz würde ich es gerade deswegen nicht bei den Jugendbüchern einordnen, auch wenn die Protagonisten alle ältere Kinder oder Teenager sind. Im Bereich Fantasy finde ich es besser aufgehoben.
Abschließend kann ich sagen, dass es ein lesenwertes Buch mit zwei bis drei Mängeln ist, die das Lesen und auch die Rezension für mich ein bisschen steinig gemacht haben. Deshalb gibt es an diesem Frühlingstag 3,5 von 5 Blümchen von mir.

3,5 Blumen.jpg

 

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2 Kommentare zu “Frau G.: Rezension zu “Die Ritter der vierzig Inseln” von Sergej Lukianenko

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