Leserunde zu “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes – Tag 2

41hU+3EZIRLUnsere Leserunde ist nun schon einen ganzen Tag alt und mir scheint, dass Frau G. und ich allein bleiben werden. Ist aber nicht schlimm, denke ich. Auch für den zweiten Tag habe ich eine kleine Frage, zu der jeder seinen Senf dazu geben kann – also auch wer das Buch schon gelesen hat, kann gerne seine Impressionen mit uns teilen 😀

Nr. 2: Was ist dein erster Eindruck von Louisa Clark, der Heldin des Buches?

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16 Kommentare zu “Leserunde zu “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes – Tag 2

  1. ich muss sagen, dass ich Lou ziemlich cool finde. Sie ist zwar unzufrieden mit ihrem Job und scheint noch nicht so recht zu wissen, wo es mal hingehen soll, aber sie ist ein ziemliches Plappermaul und trägt echt schräge und schrille Klamotten. Daher kann ich mich (unerklärlicherweise) gut mit ihr identifizieren. Zufällig habe ich noch eine meerjungfrauen-farbene Strumpfhose in der Schublade … 😀

  2. Mir geht Lou schon in den ersten Kapiteln ein bisschen auf den Wecker. Sie ist 26 und hat noch nichts anderes gelernt als Aushilfskellner!? Klar ist das Geld knapp, aber!? Und diese Szenen beim Jobcenter, also auf mich macht sie auch den Eindruck, dass sie gar nicht arbeiten will… Bzw. gemessen an ihrer Situation unmögliche Ansprüche stellt.
    Und was sollen diese Aussagen über ihre Schwester? Sie ist ein Jahr jünger, hat zwei Klassen übersprungen und trotzdem ein Kind? Für mich passt das nicht.

    • mir ist bei Lou bisher noch nichts negatives aufgefallen. Ich denke, dass sie in manche Dinge einfach reinrutscht und versucht, das beste daraus zu machen. Plötzlich arbeitslos (und mit ihrer Familie bestraft) tat sie mir ziemlich leid, weil sie irgendwie keinen Job findet, der zu ihr passt. Ich glaube, sie würde einfach gerne glücklich werden, hat aber nicht die Möglichkeit, sich in Ruhe zu finden und nach ihren Möglichkeiten voll zu entfalten. Und Jobs hat sie doch einige versucht oder? (zu ihrer Schwester später mehr)

      • Naja, nein, sie ist 26 und sie versteht gut, dass Geld gebraucht wird. Sie versteht auch, dass sie Geld nach Hause bringen muss. Und, sorry, von einer 26jährigen verlange ich, dass sie da mal die Arschbacken ein bisschen zusammenkneift und ihre eigenen Befindlichkeiten zurückstellt, wenn sie sich dafür entschieden hat, das Familieneinkommen aufzustocken. Hühnerfabrik, nein danke, Fastfood-Restaurant – zu blöd, eine Pflegestelle – plötzlich ist sie etepete. Nee, da habe ich von ihr den gleichen Eindruck wie ihr Bearbeiter im Jobcenter. Und denke das Gleiche wie er. 26, keine Ausbildung und dann noch Ansprüche stellen? Hallo!?

        • ja, naja. ich finds halt scheiße, dass alle in ihrer Familie Ansprüche stellen dürfen, aber sie halt nicht. Ihre Schwester könnte auch zuhause beim Kind und Opa bleiben und die Mutti geht arbeiten usw. Also ja, sie hat Ansprüche, aber alle dürfen welche haben, nur sie nicht

          • Aber auch da könnte sie die Entscheidung treffen, das ist mir zu blöd, Tschüss, ich gehe.
            Macht die Schwester ja auch. Die geht ja auch auf den Trip zur Selbstverwirklichung.

          • davon abgesehen erscheint mir Lou manchmal ein wenig „naiv“ oder „einfach“. weiß nicht, wie ich das am besten beschreiben soll. Also ob sie gar nicht den Horizont hätte, um sich zu verwirklichen

          • Klar hat sie den. Guck dir den extravaganten Klamottengeschmack an. In dem Punkt denke ich bei ihr das Gleiche, wie bei ihrer Schwester. Daheim ist es zwar laut und schwierig, aber es gibt warme Mahlzeiten und es ist auch bequem, sich von Mutter die Wäsche waschen zu lassen und ein bisschen rumjammern zu können, wie schwer das Arbeitsleben ist.
            Im Grunde sind alle total unzufriedenm, außer vielleicht Opa, aber viel zu bequem was zu ändern. Geht ja auch so.

          • Ach Käse, dann müsste die Mutter den Hintern hochbekommen. Nochmal: Das Mädel ist 26. Sie ist aus der Fürsorge der Eltern raus und die Eltern andererseits noch nicht drin.
            Aber alle findens halt viel zu bequem. Beschweren ist ja auch schöner, als wirklich was MACHEN.

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