Frau G.: Rezension zu „Young Sherlock Holmes 1 – Der Tod liegt in der Luft“ von Andrew Lane

5164T8bUQAL._SX327_BO1,204,203,200_„Meide jeden direkten Augenkontakt. Denn Augen nehmen alle Tiere praktisch auf der Stelle wahr. Beobachte die Dinge aus den Augenwinkeln. Dadurch ist die Wahrnehmung sogar noch effektiver, als wenn man ein Objekt direkt fixieren würde. Auch wenn sich Farben dabei nicht allzu gut unterscheiden lassen. Wenn es irgend geht, rühr dich nicht von der Stelle.“

Genre:            Detektivgeschichte
Seiten:           416
Verlag:           FISCHER Taschenbuch
ISBN:              978-3596193004
Preis:              8,99 €
Leseprobe: *click*

……………………………………………………Inhalt:

Der größte Detektiv aller Zeiten in seinen spannendsten Fällen
Der junge Sherlock Holmes soll seine Sommerferien auf dem Land verbringen – bei Tante Anna in Farnham. Stundenlang dauert die Reise und nichts als Gerstenfelder weit und breit. Noch öder geht es ja wohl kaum, Sherlock ist stocksauer. Doch dann kommt alles ganz anders und plötzlich ist er mittendrin in seinem ersten Fall. Mysteriöse Todesfälle, prügelnde Muskelprotze und ein böser Baron – das erste Abenteuer des jungen Meisterdetektivs beginnt.

……………………………………………..Mein Leseeindruck:

Der legendäre Sherlock Holmes als Teenager. Wenn man die vielen Kurzgeschichten, Romane, Filme und Serien um den Detektiv kennt, ist dies eine spannende Sache. Woher hat er seine Spleens, wann und von wem hat er sein Wissen erworben? Oder ist er sogar schon in jungen Jahren der komische Kauz und Autodidakt? Andrew Lane hat sich dieses „Problems“ angenommen und hat mit „Young Sherlock Holmes“ eine Reihe geschaffen, die sich genau mit diesen Dingen auseinander setzt.
Gleich für den Anfang: Sherlock ist mit seinen 14 Jahren, so alt ist er im ersten Band, ein ganz normaler Teenager, der gern mit dem Kopf durch die Wand will und auch oft meint, schlauer als die Erwachsenen zu sein. Was schon an den späteren Sherlock erinnert, ist sein Einzelgängertum. In seiner Schule hat er keinen nennenswerten Freund und auch mit Matty, seinem Kumpanen, den er in den Ferien kennenlernt, geht er nicht immer sehr freundschaftlich um.

Zu Beginn lernt man Sherlock in seiner Schule kurz vor den Sommeferien kennen. Leider kann sich keiner in seiner Familie wegen diversen Verpflichtungen um ihn kümmern und so kommt es, dass er zu Tante und Onkel in ein englisches Kaff muss, die er noch nie gesehen hat. Tante und Onkel auf Holmes Manor sind komische Käuze und interessieren sich nicht die Bohne für Sherlock, außer dass er zu den Mahzeiten zu erscheinen hat. Die Haushälterin Mrs Eglantine ist ein Biest und so sieht sich Sherlock in seinem persönlichen wahrgewordenen Sommerferien-Albtraum.
Gott sei Dank lernt er den Stadtstreicher Matthew Arnett – Matty – kennen, der ihm auch gleich von dubiosen Wolken und Vorfällen in Farnham, dem englischen Kaff, erzählt. Und zack ist auch die Neugierde der beiden Jungen geweckt… Als Sherlock dann auch noch einen Hinterschuppen, in dem dunkle Geschäfte abgewickelt werden, und im Wald eine Leiche entdeckt, ist für beide Jungen klar, dass sie hier ermittlerisch tätig werden müssen. Und wie sollte es auch anders sein bei zwei Halbstarken? Richtig, sie ziehen alleine los. Und das nicht nur in Farnhams Umgebung, nein, sie schaffen es doch tatsächlich bis nach Frankreich und wieder zurück.
Wie bereits erwähnt ist aber Sherlock noch nicht der Sherlock, den wir kennen, und er hat sich auch sage und schreibe fünfmal während der Ermittlungen von seinen Widersachern erwischen lassen.
Hilfe erhalten sie dann doch noch von Amyus Crowe, einem amerikanischen „Jäger“, den Mycroft Holmes für seinen kleinen Bruder als Lehrer eingestellt hat. Und in ihm, denke ich, hat Sherlock seinen Mentor und Meister gefunden. Dass dieser noch die hübsche Tochter Virginia in Sherlocks Alter hat, macht die ganze leidliche Sommerferien-Lernerei für Sherlock doch auch gleich wieder erträglicher…

Das Buch ist rasant und locker geschrieben, man kann sich gut in den Teenager, der Sherlock ist, hineinversetzen und ich hatte persönlich oft mal die Hand vor der Stirn und habe mich wirklich gefragt, wie man so – sorry – dämlich sein kann. Der Autor hat für mich den Spagat zwischen dem Detektiv Sherlock Holmes und dem Teenager Sherlock sehr schön gemeistert und ich freue mich sehr zu erfahren, wie es im zweiten Band weitergeht. Ich hoffe, dass auch Matty und Virginia wieder mit von der Partie sein werden, wenn Amyus Crowe sein Wissen mit Sherlock teilt. Und noch eine Frage bleibt: Warum ist Mrs Eglantine eigentlich so ein Biest und was hat sie auf Holmes Manor verloren!?
Alles in allem ist das Buch für mich tolle vier Blümchen wert.

4 blumen

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4 Kommentare zu “Frau G.: Rezension zu „Young Sherlock Holmes 1 – Der Tod liegt in der Luft“ von Andrew Lane

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