Rezension zu „Schulhofküsse“ von Emma Lee-Potter

69127Genre:           Romance
Seiten:           69
ASIN:             B00O36KDW2
Preis:             2,99€

         Inhaltsangabe:

Downthorpe Hall. Eine teure Privatschule in England. Will Hughes ist seit diesem Schuljahr der neue Direktor.
Er weiß, dass Herausforderungen auf ihn zukommen werden: schwierige Eltern, rebellische Teenager und Lehrer, die versuchen, die Schule nach ihren Vorstellungen zu gestalten.
Aber er weiß nicht, dass er auch sein Herz verlieren wird.
Er versucht, seinen Platz in Downthorpe Hall zwischen der ambitionierten Konrektorin Grace Foley und der schlauen Chemielehrerin Henry Mead zu finden.
Schließlich muss er sich zwischen dem Job, den er immer wollte, und der Frau seiner Träume entscheiden.
‚Schulhofküsse‘ ist eine bezaubernde romantische Komödie, die den Leser in den behüteten und elitären Mikrokosmos einer englischen Privatschule entführt.

Mein Leseeindruck:

In „Schulhofküsse“ hat mich vor allem das Thema angesprochen, da ich die Atmosphäre an englischen Privatschulen sehr passend für eine romantische Lovestory finde. Den Lehreralltag kenne ich ja zur Genüge, aber in einem altehrwürdigen Gemäuer, fernab vom Stadtrummel, mit auslaufenden WÄldern würde ich gern mal arbeiten wollen. Emma-Lee Porter hat diese Atmosphäre auch relativ gut eingefangen, die Romanze ist ganz niedlich und auch die dazwischenfunkenden Schüler und Kollegen haben nicht gefehlt.

Die kurze Liebesgeschichte an sich war zwar ganz nett für zwischendurch, aber es gab viele Unstimmigkeiten, die meinen Lesegenuss gehemmt haben. Dabei hat mich nicht einmal die oberflächliche Handlung oder Ausführung der Charaktere gestört, denn für einen Kurzroman war das völlig in Ordnung. Aber logisch sollte es sein. Statt dessens pringt die Autorin zwischen den Charakteren und das nicht kontinuierlich. Manchmal habe ich mich gefragt, warum jetzt diese Perspektive ins Spiel gebracht wurde. Dazu kommt, dass eine dritte Person in den Vordergrund gerückt und ausgeschmückt wurde, was für die eigentliche Lovestory irritierend war. Diese Person hatte Wünsche, Vorstellungen und ein Auftreten, was völlig inkonsistent und unfertig beschrieben wurde, dass ich am Ende nicht wusste, was das jetzt sein sollte. Warum hat sie sich überhaupt so verhalten? Wenn ich eine Person etwas intensiver schildere und Fragen über ihr Verhalten aufwerfe, dann muss ich es am Ende doch klären. Zum Beispiel: Wieso trägt die verheiratete Frau denn keinen Ehering? Was will sie damit bezwecken? Warum hat sie sich an die andere Person erst rangeschmissen und dann wird sie mit keiner Silbe mehr erwähnt? Hatte sie da tiefer gehende Ziele oder nicht? Und was hat sie von den Gerüchten gehalten,  die sie schließlich direkt betreffen?

Oberflächliche Handlung ist wirklich das eine, aber Logikfehler und unfertige Gedankengänge das andere. Dann sollte man sie nämlich gar nicht erst aufwerfen, wenn man sie gar nicht für die Geschichte braucht.

Ein netter Zeitvertreib, aber zum Glück für kurze Zeit kostenlos bei Amazon zu haben. Denn gut geschriebene Lektüre sieht anders aus!

3 Geister

(3 von 5 Bewertungsgeister fanden die Geschichte ganz süß – die anderen beiden haben in dem alten Schulgebäude Harry Potter nach gespielt)

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