Rezension zu „Shadows of Love: Zur Lust verurteilt“ von Cara Bach

978-3-8387-5498-7-Bach-Zur-Lust-verurteilt-Shadows-of-Love-grossGenre:           Erotik
Seiten:           65
Verlag:          Bastei Erotik
ISBN:             978-3-8387-5498-7
Preis:             1,90€

                      Inhaltsangabe:

Die Büroangestellte Emilia Bosco kann ihr Glück kaum fassen: Der neue Kollege Dr. Thomas von Pfistlau versprüht nicht nur adliges Flair in der renommierten Wiesbadener Kanzlei – es knistert auch gewaltig zwischen ihr und dem Junganwalt. Doch ein gemeinsamer Besuch bei seinen Eltern lässt die Beziehung plötzlich erkalten. Nur allzu deutlich lassen diese erkennen, dass sie Emilia als nicht standesgemäß für ihren Sohn erachten. Thomas zieht sich immer mehr zurück. Seine heimlichen Telefonate und Treffen lassen Emilia verzweifeln: Gehören ihre leidenschaftlichen Verabredungen bereits der Vergangenheit an? Hat Thomas sie schon durch eine „angemessenere“ Partnerin ersetzt?

Mein Leseeindruck:

So ein Unsinn! Wirklich!

Als erstes haben mich die Dialoge gestört: erst ziemlich hoch gestochen und geschwollen, um von einem Moment auf den anderen umgangssprachlich zu werden. Und damit meine ich nicht nur den Dirty-Talk, sondern auch normale Unterhaltungen. Als ob die Protagonisten sich nicht für eine Rolle entscheiden konnten.

Der zweite Kritikpunkt ist die beste Freunden von Emilia, die so viel Empathie besitzt, wie ein kalter Fisch. Anstatt sich wirklich um ihre Freundin zu sorgen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ist sie zuerst sinnloserweise sauer, weil sie quasi nicht während des Aktes bereits live Berichterstattung erhalten hat und dann bringt sie nie Verständnis für die Entscheidungen ihrer Freundin auf. Und auch hier stimmte einiges nicht mit den Dialogen und diesmal inhaltlich: sie fragt erst süffisant „‚Ärger im Paradies“ und ist dann verwundert, dass die beiden etwas miteinander angefangen haben. Das ergibt absolut keinen Sinn! Von den ganzen Ausrufezeichen (nach ca. jedem zweiten bis dritten Satz) mal ganz abgesehen – so redet doch wirklich niemand.

Über den Namen „Dr. Thomas von Pfistlau“ will ich gar nicht erst reden, der ist so erotisch wie ein rostiger Schraubenschlüssel.

Unnötig war zudem auch die bodenlose Dummheit und Naivität der „Heldin“. Warum muss die Protagonistin in jedem zweiten Erotikroman eigentlich so dumm wie Brot sein? Die Handlung sollte schließlich nicht nur auf der fehlenden Intelligenz oder Zurechnungsfähigkeit der Heldin aufgebaut werden. Sozusagen in der Hoffnung, dass sich A so lange blöd verhält, bis sie zum Schluss gegen alle Gesetze der Natur noch ihr Korn findet und man einfach nur froh ist, dass man das Happy End auf wundersame Weise erreichen konnte. Man kann dann nur hoffen, dass die beiden keine Kinder bekommen und den Irrsinn nicht vermehren. Ganz ehrlich: macht man die Protagonistin absichtlich so dumm, damit die LeserInnen dann denken „Mensch, ich verhalte mich nur halb so dämlich, also kann ich erst Recht einen Kerl kriegen“?

Mich persönlich nerven solche Bücher einfach nur zu Tode und ich persönlich hätte die Heldin schon 10 Mal um die Ecke gebracht, nur damit der Unsinn endlich aufhört. Daher plädiere ich nach wie vor für mehr Qualität und weniger Quantität unter den Erotikbüchern!

2 Geister

(2 Bewertungsgeister wollten die Sache hinter sich bringen – der Rest wurde beim Zählen von Ausrufezeichen  aufgehalten und wurde nicht mehr gesehen)

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4 Kommentare zu “Rezension zu „Shadows of Love: Zur Lust verurteilt“ von Cara Bach

  1. Herrlich!
    Zwar lese ich (bisher) keine Erotikromane – oder zählen meine Yaoi Nippon Novels zählen dazu 😉 – aber ich finde deine Rezi ist einfach so wunderbar zu lesen. Ich habe mich köstlich amüsiert (und mein Freund, dem ich sie gerade vorgelesen habe übrigens auch 😉 ).

    • hihihi, das freut mich. Na ich lese eigentlich ziemlich viel Erotik, seit dem Ref und dem damit verbundenen Stress. Aber erstmal vernünftig geschriebene Erotik finden – das ist wie mit der Nadel und dem Heuhaufen… Aber wenn ich euch damit eine Freude bereiten kann, rezensiere ich das Genre vielleicht öfter 😉

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