Rezension zu „Elvancor – das Reich der Schatten“ von Aileen P. Roberts

Das Reich der Schatten von Aileen P RobertsGenre:           Fantasy
Seiten:           606
Verlag:          Goldmann
ISBN:             978-3442479306
Preis:             12,99€
Leseprobe:  *click*

             Inhaltsangabe:

Auf der Suche nach ihrer großen Liebe Ragnar hat die 18-jährige Lena die Welt der Menschen verlassen und Elvancor betreten – das Land jenseits der Zeit. Dort warten neue Aufgaben auf sie. Denn geheimnisvolle Schattenwesen bedrohen die Menschen in Elvancor ebenso wie dessen Ureinwohner, die Tuavinn. Krieg droht auszubrechen, und Lena gerät zwischen die Fronten. Verzweifelt hofft sie auf Ragnars Hilfe, doch dieser ist eigenartig distanziert und scheint fasziniert von der Macht der Schatten. Bald ist sich Lena nicht mehr sicher, auf wessen Seite er steht – und ob sie jemals seine Liebe zurückgewinnen wird …

Mein Leseeindruck:

 Ich hatte den ersten Band mit großer Begeisterung gelesen und mich sehr über die Fortsetzung bzw. den abschließenden Band gefreut. Schließlich wollte ich wissen, ob Lena und Ragnar sich wiedersehen und was es mit den Schattenwesen auf sich hat. Im ersten Band hat mir v.a. gefallen, wie sich Lena nach und nach der Natur öffnete, ihr Handy wurde nicht mehr so wichtig, sie erkannte durch Ragnar die Schönheit der unbelassenen Dinge. Das hatte mich sehr beeindruckt.

Leider hat mich Band 2 enttäuscht, denn er war nicht wirklich linear und entpuppte sich als nie enden wollender Fantasy-Wälzer, was nicht unbedingt an der Seitenzahl lag. Bei spannenden Bücher fliegen auch 600 Seiten mal an 2 Tagen dahin. An Elvancor habe ich 11 Monate gesessen und ich dachte, dass das Buch nie aufhört. Die Geschichte verlor sich in unzähligen Neben-Geschichten und ausschweifenden Beschreibungen von Dingen, die mich nicht interessiert haben. Natürlich sind Beschreibungen wichtig und ich mag es auch, wenn eine Autorin mit Worten Bilder malen kann, aber nicht, wenn darunter die Geschichte leidet bzw. gar nicht voran geht.

Für ein Fan von dicken und epischen Fantasy-Schmöckern ist diese Geschichte womöglich genau das richtige. Ich war aber vom ersten Teil etwas anderes gewöhnt und verlor nach und nach die Lust am Lesen, weil mich Vieles nicht interessierte und die Autorin einfach nicht zur Sache kam. Zum Schluss gab es dann so viele Verstrickungen und Nebencharaktere, die für mein persönliches Leseempfinden einfach unnötig waren. Was ich sehr schade finde. Zudem kam dann noch die merkwürdige Auflösung der Seelenverwandten am Ende – jeder hat einen Seelenverwandten, aber hier waren es dann plötzlich vier. Also das war eine wirklich sehr gekünstelte Auflösung und hat bei mir seinen Grundgedanken verfehlt.

Für Fans des Genres wahrscheinlich ein sehr gutes Buch, für mich dagegen eine Qual.

2 Geister(2 von 5 Bewertungsgeister harrten tapfer bis zum Schluss aus – der Rest hat sich irgendwo zwischen den Welten verirrt)

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