Rezension zu „Die Bestimmung – Letzte Entscheidung“ von Veronica Roth

Die Bestimmung - Letzte Entscheidung von Veronica Roth

„In diesem Moment weiß ich genau, was ich will: ich will alle Stoffschichten zwischen uns wegschälen, will alles entfernen, was uns voneinander trennt, die Vergangenheit und die Gegenwart und die Zukunft.“

Genre:           Jugendbuch, Dystopie
Seiten:           512
Verlag:          cbt
ISBN:             978-3570161579
Preis:             17,99€
Leseprobe:  *click*

Inhaltsangabe:

Die Fraktionen haben sich aufgelöst und Tris und Four erfahren, dass ihr ganzes Leben eine Lüge ist: Es gibt eine Welt außerhalb ihrer Stadt, außerhalb des Zauns. Für Tris und Four steht fest, dass sie diese neue Welt erkunden wollen. Gemeinsam. Doch sie müssen erkennen, dass die Lüge hinter dem Zaun größer ist, als alles, was sie sich vorstellen konnten, und die Wahrheit stellt ihr Leben völlig auf den Kopf. Als Tris dann auch noch die letzte Entscheidung treffen muss, kommt alles ganz anders als gedacht …

Mein Leseeindruck:

Band 1 der Bestimmung von Veronica Roth war der absolute Wahnsinn. Ich habe diese Buch innerhalb von 24 Stunden verschlungen und verschlungen ist dabei noch freundlich ausgedrückt – inhaliert könnte man sagen. Was für ein grandioser und spannender Auftakt!

Bei Band 2 war ich schon etwas ratlos – vermutlich ein sogenannter Füll-Band. Vor allem das sinnlose Hin und Her zwischen Tris und Four hat mir die ganze Geschichte kaputt gemacht. Bei aller Liebe, aber so verhält sich doch niemand!? Und hier muss ich auch sagen, dass die beiden sich zwar im abschließenden Band wieder näher gekommen waren, ich es ihnen aber nicht mehr abkaufen konnte. Die Chemie war zerstört und ich konnte keine Beziehung mehr zu den Charakteren aufbauen.

Ich denke, dass ein bisschen weniger Hin und Her der Reihe nicht geschadet hätte. Denn auch bei Band 3 kam es mir so vor, als ob es keine wirklich Handlung gab. Das wurde noch verstärkt durch den Perspektivwechsel zwischen Tris und Four. Erst redete Four mit Christina, dann Tris mit Four, dann war Four allein, Tris hatte ihren Auftritt mit Christina usw. Der Band war gespickt mit Dialogen, die in einem ewigen Kreislauf gefangen waren: sauer sein – reden – vergeben – wieder von vorn. Ich hatte den Eindruck, dass die ganze Handlung nur noch künstlich in die Länge gezogen wurde. Vor allem habe ich jedes Zeitfgefühl verloren: wie lange war die Gruppe nun eigentlich im Amt? Mal ist zwischen den Tris- und Four-Kapiteln eine Stunde vergangen, dann ein Tag, dann waren sie wieder zeitgleich. Ständig musste man sich neu orientieren.

Das einzig gute war der Abschluss und das Ende für Tris und Four, was aber eigentlich schon klar war, als Caleb den Auftrag bekommen hat. Es war also abzusehen, aber auf eine gute Art und Weise. Allerdings scheint mir der Abschluss etwas blauäugig, weil der Chef vom Amt ja noch einen Vorgesetzten hat. Daher wäre ich mir ganz und gar nicht sicher, ob tatsächlich ein Sieg erreicht wurde, denn die Maßnahmen können sich ganz schnell wiederholen.

Alles in Allem war die Reihe eine gut angelegte Dystopie, die nicht beschönigte und vor Allem nicht mit einem zauberhaften Happy End abschloss. Allerdings hat die Idee im Laufe der Bände an Biss und auch an Inhalt verloren hat. Ich habe den letzten Band nur noch gelesen, um die Reihe abzuschließen, nicht weil es mich tatsächlich interessiert hat. Eine Entwicklung, die ich sehr schade finde!

3 Geister

(3 von 5 Bewertungsgeister haben bis zum Ende mitgefiebert, die restlichen zwei haben sich schon im zweiten Band auf Nimmerwiedersehen verabschiedet)

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6 Kommentare zu “Rezension zu „Die Bestimmung – Letzte Entscheidung“ von Veronica Roth

  1. Ich wollts ne sagen… genervt haben v.a. die hauptcharaktere die ganze zeit, bis dann doch der relativ „unerwaretete“ twist kam. das ende war dann wieder enttäuschend. prinzipiell hätte die autorin nach buch 1 aufhören sollen, oder gar nicht erst anfangen…
    ich würde max. 2 geister geben…

    • Kann mich dem anschließen, Band 2 und 3 waren in gewisser Weise unnötig. Das Ende wäre gut gewesen, wenn man es noch etwas weiter gedacht hätte – so war es nichts halbes und nichts ganzes. Für 2 Geister hätte noch die Schreibweise schlimm sein müssen, z.B. der Ausdruck oder ständige Wortwiederholungen (wie bei einigen Self-Publishung-Autoren)

      • du bist zu nett… wenns müll is, isses müll. und der schreibstil war auch ne so besonders, dass er eingeladen hat unbedingt das total verkorkste ende lesen zu wollen.
        außerdem hat mich das ganze hin- und hergeswitche zwischen den protagonisten in jedem kapitel total geschickt und genervt…

        • Ja, normalerweise hab ich auch nie Probleme mit unterschiedlichen Perspektiven, das machen in letzter zeit ja immer mehr Autoren. Aber die fehlenden Zeitangaben und der Nonsense, der als Handlung verkauft wurde, hat das ganze zu einem Brei werden lassen – es war eigentlich egal, welche Perspektive man gerade hatte, man war nur ab und an überrascht, dass man sich mal wieder vertan hatte – und DAS ist mir echt noch nie passiert

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