Rezension zu „Das wilde Määäh“ von Vanessa Walder

7041Genre:           Kinderbuch, Humor, Abenteuer
Seiten:           188
Verlag:          Loewe Verlag
ISBN:             978-3785579695
Preis:             9,95€

Inhalt:

Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar.
Er hat spitze Eckzähne … auf dem Kopf.
Er jagt gerne … saftige Blätter.
Er heult den Mond an … und es klingt wie Määäh.
Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im Schafspelz.

Aber wie ist er im Wald gelandet?
Und wo kommt er wirklich her?
Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche …

Mein Leseeindruck:

„Huuu-huuu“, rief der Uhu hoch oben in seiner Eiche. „Ruuhuue“ Da huuhuscht was duuuhurch den Wald.“

Doch was huuuhuscht da für eine schreckliche Gestalt durch den Wald? Und was hält sie für ein wollig schwarzes Wesen in den Armen. So etwas haben die Tiere des Waldes noch nie gesehen und müssen sich zunächst demokratisch beratschlagen, was mit ihm geschehen soll. Wie aus diesem Findel-Schaf nun tatsächlich ein richtiger Wolf werden kann, das müsst ihr tatsächlich selbst herausfinden.

So süß wie das Cover ist auch der Rest des Buches. Es ist ein niedliches Kinderbuch, erwärmt aber auch das Herz eines Erwachsenen. Denn es geht nicht nur um Mut, Freundschaft und Abenteuerlust, sondern ist auch mit einem ordentlichen Schuss Humor gewürzt. Das sieht man zum einen an der drolligen und etwas naiven Art des kleinen Schafs im Wolfspelz, aber auch an den typischen tierischen Klischees, mit denen die Autorin gekonnt spielt. Dazu zwei Beispiele:

„Warum sagen Sie`s uns nicht einfach?“, keifte Feder.
„Dann wäre es zu einfach, findest du nicht? Miau. Ich bin die Katze. Wenn ich nützlich wäre und simpel und tun würde, was man von mir will, wäre ich ein Hund.“

„Du glaubst, das hier wäre ein Bauernhof?“ Die Katze blickte sich verächtlich um. „Nein. Mein Mensch ist kein Bauer. Er ist ein Förster. Ich habe keine Zeit, mehr als einen Menschen zu halten. Dieser erfüllt seinen Zweck. Krault mein Fell, befreit mich von Zecken, holt mir Fressen, hält die Hütte warm… „

Obwohl ich ja gestehen muss, dass ich der arroganten Katze lange Zeit am Liebsten den hübschen Hals umgedreht hätte. Am Ende habe ich sie aber auch ganz fest in mein Herz geschlossen.

In der Geschichte geht es um Ham, ein kleiner Schafs-Junge, der unter Wölfen aufwächst. Und sich auch lange Zeit für einen Wolf hält. Doch irgendwann fallen ihm immer mehr Dinge auf, die Ham von seinen Geschwistern Feder, Wolke und Brise unterscheidet. Und irgendwie scheinen alle Waldbewohner etwas zu wissen, nur er nicht. Also macht sich Ham auf die Suche nach der Wahrheit und findet heraus, dass er eine Kuh, eine Ziege oder doch ein Schaf sein könnte. Als er dann endlich seine leibliche Mutter findet, scheint die Suche ein Ende zu haben. Aber ein Wolf ist eben doch kein Schaf. Wie die Suche weiter geht, erfahren wir im zweiten Band, auf den ich schon sehr gespannt bin.

Alles in allem eine wirklich tolle Geschichte. Man darf wieder Kind sein, bei Hams Suche mitfiebern und sich über die wundervollen Charaktere amüsieren. Rundum gelungen und lesenswert!

5 Geister

(5 von 5 Lesegeister sind nun auch davon überzeugt, dass sie in Wirklichkeit
wollige weiße Schafe sind!)

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7 Kommentare zu “Rezension zu „Das wilde Määäh“ von Vanessa Walder

  1. Das Buch ist mir schon auf Lovelybooks aufgefallen, allerdings hatte ich kein Glück es zu gewinnen. Dank deiner Rezi landet es jetzt doch auf meiner Wunschliste, denn ich bin jetzt (sehr vorrausschauen) immer auf der Suche nach schönen Kinderbüchern 🙂
    LG

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