Leserunde zu “Nitro” von Inka Loreen Minden

Da sich niemand angeschlossen hat, haben Frau G. und ich heute losgelegt und ich habe so das Gefühl, dass wir beide das Buch heute auch beenden werden.

Darum geht es:

128381 (1) Genre:                       Dystopie, Erotik
 Seiten:                       200
 Preis Printbuch:   6,99 €
 Preis ebook:            3,99 €
 Leseprobe:               *click*

Nitro ist explosiv wie Dynamit, denn in ihm lauert ein Biest, das er nur schwer unter Kontrolle hat. Geheime Experimente haben ihn zu dem gemacht, was er ist. 
Als er von den Outsidern gefangen genommen wird, ist Sonja die Einzige, die zu ihm vordringen könnte. Sie ist dem verschlossenen Krieger bereits begegnet, während sie als Rebellin in White City gelebt hat. 
Nitro will jedoch nichts mehr von ihr wissen und schwört sich, sie zu töten, da sie nicht nur sein wahres Ich gesehen, sondern ihm etwas genommen hat, das ihm niemand zurückgeben kann … 

Hier die entsprechenden Leseabschnitte und unser munteres Gequassel dazu – viel Spaß:

Prolog bis Kapitel 4

Waldschrat:

Mir hat die Geschichte bisher ganz gut gefallen, am besten aber eigentlich der Prolog. Die Geschichte setzt noch vor Band 1 „Jax“ ein und Sonja arbeitet als Kellnerin in einem Bordell und lernt dort Nitro und sein Raubtier kennen. Das lässt ziemlich viele Chancen und Möglichkeiten offen.

Dann treffen sich die beiden aber unter wesentlich ungünstigeren Umständen wieder und Nitro ist ganz und gar nicht begeistert. Scheinbar wurde er stark konditioniert, ist der alten Regierung treu und traut niemandem. Vermutlich nicht mal sich selbst, auch wenn er das niemals zugeben würde. Die Entführung von Sonja… nun ja. Mir scheint, dass die Frauen in der Warrior-Reihe relativ oft verschleppt werden…

Frau G:

Zunächst muss ich sagen, dass ich Inka Loreen Minden und ihren Büchern echt verfallen bin. Ich liebe ihren Schreibstil, das Kopfkino, dass sie bei mir lebendig werden lässt und ich liebe ihre Figuren. Auch ihre Warrior fand ich von Anfang an super…

Auch dieses Mal haben sowohl Nitro als auch Sonja Tiefgang und man fühlt mit beiden mit und könnte sich die Haare raufen vor lauter Ungerechtigkeit.

Aber was mich enorm stört und die ganze Zeit beschäftigt ist das Alter von Sonja. Nitro wirkt wie seine 20 Jahre, die er alt ist, aber Sonja ist in keinster Weise für mich erst 20! Sie hat einen siebenjährigen Sohn, ist Ingenieurin, managt die Reparatur der Monorail und den Kraftwerks allein. Nein, das passt überhaupt nicht und das stört mich beim Lesen empfindlich, weil ich mir die ganze Zeit den Kopf zerbreche, warum um Himmels Willen eine dreizehnjährige Mutter in einem Erotikbuch sein muss? Ich stelle mir die ganze Zeit Kialada – die Ziehtochter von Miraja und dem Warrior Crome – vor, die ja nur unwesentlich jünger ist und kann mir nicht vorstellen, dass sie bald auch Mutter sein soll… Nee, Sonja als 25jährige zu verorten hätte wesentlich besser gepasst und auch mit 25 wäre sie keineswegs zu alt für ihren Nitro. Vielleicht klärt sich ja aber noch auf, warum Sonja so jung sein muss.

Kapitel 5 bis 7

Waldschrat:

Nitro und Sonja haben mittlerweile einiges durchgemacht und nun doch zueinander gefunden. Die Geschichte gefällt mir auf jeden Fall besser als Ice, ist spannend erzählt und glaubhaft. Nur die Szenen im Labor des „Vaters“ war etwas unausgegoren, aber damit kann ich leben. Ein Drittel des Buches liegt noch vor mir und nun bin ich gespannt, ob Inka Loreen Minden mich noch überraschen kann, irgendwas muss doch jetzt noch passieren! 🙂

Frau G:

Wir sind wieder zurück in White City… Sonja wieder einmal mehr unfreiwillig, denn auch sie wird gekidnappt. Wie Waldschrätin schon anmerkte… Das muss wohl jede Warriorheldin mal durchmachen.

Den Psychopathen, der für den ganzen Schlamassel verantwortlich ist, konnte man kurz erleben, ehe mit ihm kurzer Prozess gemacht wurde. Was mir sehr gefallen hat, war die Szene mit den Löwinnen. Ich habe zum einen mitgefiebert und zum anderen habe ich Mitleid mit allen Seiten gehabt. Die ausgemergelten Löwinnen sind ja letztendlich auch nur Opfer… Ich habe heute eindeutig meinen Sentimentalen Auf jeden Fall ist das meine Lieblingsszene des Buches.

Kapitel 8 bis Ende

Frau G:

Die letzten Kapitel sind von Nitros Problem und dessen Klärung dominiert. Die Lösung ist einfach wie auch ein bisschen makaber, aber es war wohl so zu erwarten. Für meinen Geschmack wurde es ein bisschen zu ausführlich beschrieben. Ich glaube, drei Seiten weniger hätten es auch getan.

Nichtsdestotrotz bekommen Sonja, Nitro und Sonjas Sohn Noel ihr Happy End und es wird auch wieder ein Ausblick gegeben, der Fortsetzungen offen lässt, die ja laut Info im Buch auch geplant sind.

Waldschrat:

Ich bin mit dem Ende gar nicht warm geworden. Ich denke, die Lösung wäre für mich gewesen, dass sie einfach einander haben und Nitro deswegen auch zurecht kommt. Wie es ja eigentlich in vielen Szenen auch schon angedeutet wurde: in ihrer Nähe ist er ruhiger. 

Am meisten habe ich mich aber gefragt, wie man auf die Schock-Therapie kommt. Ich weiß ja nicht. Einem Geliebten oder Freund mit Schmerzen das Biest auszutreiben… Das fand ich reichlich merkwürdig. Und das Ende, wie Frau G es schon gesagt hat, war vorhersehbar, was aber nicht schlimm ist.

Fazit

Frau G:

„Nitro“ ist ein typisches Inka-Loreen-Minden-Buch, kurzweilig, toll geschrieben und in einem Rutsch gelesen. Trotzdem hat mich „Nitro“ nicht so sehr überzeugt wie seine Vorgänger. Für mich ist es das schwächste Buch dieser Reihe. Zum einen stört mich Sonjas Alter wirklich empfindlich. Für mich gibt es auch keinen Grund, warum sie so jung sein muss. Muss ich wohl dann so hinnehmen.

Und mich hat die Biest/Bestie-Geschichte ein bisschen gestört. Irgendwie bin ich damit nicht so recht warm geworden.

Ich denke, dass 3,5 Sterne für mich hier am besten passen.

Waldschrat:

Alles in allem ein typischer Inka Roman, relativ unschuldig, wie mir schien. Richtig rund fand ich die Sache allerdings nicht, die Geschichte mit dem Doktor hätte man besser ausarbeiten können (sie waren ja nur 5 Minuten in dem Labor, aber wer war der Doktor wirklich, was wurde dann aus der Anlage usw.) und die Schock-Therapie am Ende hat mich reichlich gestört.

Nun bin ich aber gespannt, wie es mit Julius und Kia weitergeht, denn die beiden haben ebenfalls noch ihr Herzblatt verdient!

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5 Kommentare zu “Leserunde zu “Nitro” von Inka Loreen Minden

  1. ich hab mir Sonja auch immer wesentlich älter vorgestellt und hab mich die ganze Zeit gefragt, ob ich was verpasst hätte. Ich dachte auch, sie war älter als Samatha…

    • Und die war ja auch schon nicht sonderlich alt.
      Und du findest ihn besser als Ice? Ich finde, dass es die schwächste Story von allen fünfen ist… Aber Storm war ja auch mein absolutes Highlight und das war ja das letzte…

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