Leserunde zu “Selection – die Elite” von Kiera Cass

Soooo ihr Lieben,

ich bin aus meinem Kurzurlaub auf dem Land zurück und nun kann unsere fulminante Leserunde starten. Bisher hat sich außer Frau G. noch niemand gemeldet, aber ihr könnt jederzeit einsteigen und mit uns über America Singer und das Kastensystem von Illeá fachsimpeln. Wir legen einfach mal los, aber Achtung: SPOILER! Wer noch nicht so weit ist, sollte die späteren Leseabschnitte vielleicht nicht lesen, weil wir sicherlich das eine oder andere verraten werden!

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Verlag: Fischer Sauerländer
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Seiten:  384
Preis Printbuch: 16,99 €
Preis ebook: 14,99 €
Leseprobe: *click*

Leseabschnitt 1: Kapitel 1 bis 7 (S. 83)

Waldschrat: Obwohl ich den ersten Band vor einem Jahr gelesen habe, war ich sofort wieder in der Geschichte. Zum Glück hat Kiera Cass auf langwierige Wiederholungen und Erklärungen verzichtet, denn die Story ist ja nicht allzu tiefgründig gewesen und man erinnert sich fix an alles. Bevor ich zur Handlung komme, will ich aber noch ein wenig über die Schrift schwärmen. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber wenn die Kapitel so hübsch gestaltet sind und die Schrift ein wenig verschnörkelt, hab ich gleich viel mehr Freude am Lesen und fühle mich wie ein kleines Mädchen mit ihrem Schatz!
Wie schon im ersten Band etwas bemängelt, ist die Story recht oberflächlich, was die Handlung dann auch schön rasant erscheinen lässt. Es hat also sein gutes und sein schlechtes. Etwas zu kurz kommt mir die ganze Ausbildungsgeschichte und ich würde gerne mehr darüber erfahren, was die Elite alles lernen muss und wie ihr Tagesablauf tatsächlich aussieht. Ansonsten bin ich immer noch ein Anhänger von Team Maxon, auch wenn ich mich ein wenig frage, was er im Schilde führt. Mal haben die beiden richtig schöne Momente und dann vernachlässigt er sie wieder total. Bei Marlee denke ich nach wie vor, dass ein anderer Mann dahinter steckt und sie deswegen relativ wenig Interesse am Prinzen hat. Jetzt rasch weiterlesen!

Frau G.: Ich mag zweite Teile von Trilogien ja gar nicht gern… Die sind warum auch immer die Schlechtesten und oft notwendig wie ein Kropf. Dann packe ich das Buch aus, und die Cover-Schönheit guckt auch nicht gerade vielversprechend. Also alles in allem erst einmal ein nicht so toller Eindruck. Aber ich muss sagen, das Kleid ist sehr schön, wenngleich die Farbe wiederum ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist.
Was schön ist, ist die tolle große Schrift. Nach den Winzschriften, die ich in letzter Zeit so lesen durfte, ist das eine Wohltat für die Augen.
Aber nun zum Buch. Ich finde, die ersten fünf Kapitel hätte man sich sparen können. Die schließen an Handlungsarmut sich nahtlos an die letzten von Selection an. Dann wird es aber spannend, Mer entscheidet sich endlich für Maxon, wird aber von ihm dann zurückgestoßen und ergeht sich eine Woche lang in Liebeskummer, um dann wieder Aspen an sich heranzulassen… Großes Kino, was denkt sich Maxon denn bitteschön? Erst beteuert er ihr, dass alles sofort vorbei ist, sobald sie sich entscheidet und nun das!? Und auch ich kämpfe definitiv im Team Maxon und würde ihn am liebsten schütteln!
So langsam nimmt die Geschichte auch Fahrt auf… Was haben denn bitteschön Mers Vater und Maxon zu tuscheln?

Leseabschnitt 2: Kapitel 8 bis 15 (S. 182)

Waldschrat: Wie bereits vermutet, hatte Marlee tatsächlich jemand anderen. Im ersten Band vermutete ich eigentlich einen Rebellen, aber eine Palastwache macht die ganze Geschichte natürlich noch viel dramatischer. Und traurig! Die Strafe ist ziemlich grausam und ich dachte mir kurz, dass die ja wohl spinnen. Er hat sich an Eigentum des Prinzen vergriffen. Gehts noch? Ich an Americas Stelle hätte den königlichen Hoheiten ebenfalls dezent den Vogel gezeigt. So richtig an Maxon zweifeln mag ich nicht, aber Aspen konnte in diesem Abschnitt definitiv Pluspunkte sammeln. Schwierige Geschichte, es ist und bleibt rasant und oberflächlich, aber dennoch gut gemacht!

Frau G.: Das kann doch alles nicht wahr sein! Wieso müssen wirklich immer alle weiblichen Heldinnen im zweiten Band solche nervlichen Wracks werden und können nicht endlich mal zu ihren Entscheidungen stehen? Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, hin zu dem einen (in unserem Fall Maxon), große Glücksgefühle, der enttäuscht sie in irgendeiner Art und Weise, also wieder zurück zum anderen (Aspen). Rumgeheule, warum man denn das nicht vorher erkannt hat und dafür das Alte aufgeben wollte und froh ist, dass man es hat doch bleiben lassen. So macht das Lesen echt keinen Spaß mehr.
Der Schreibstil ist und bleibt schön und flüssig, die Seiten fliegen dahin und mal abgesehen von der mich nervenden Hauptperson passieren noch allerhand Dinge drum herum, die man aber leider immer durch den hormonumnebelten Schleier der pubertierenden Protagonistin erlebt.

Leseabschnitt 3: Kapitel 16 bis 24 (S. 276)

Frau G.: Ulala, Maxon hat jetzt nun auch endlich die Nase ein bisschen voll von dem Hin und Her (mich wunderts, dass er nicht schon viel früher Reißaus genommen hat) mit America und hat sich unter den Kandidatinnen eine zweite gesucht. Aber auch America lässt immer mehr Aspen zurück in ihr Leben. Mittlerweile gibt es ziemlich viele offene Baustellen und langsam frage ich mich, ob wirklich alles in den dritten Band vertagt wird oder ob auf den verbleibenden 100 Seiten nun doch endlich noch etwas Entscheidendes passiert.
Denn die Zahl der Mädchen ist immer noch 5!

Leseabschnitt 4: Kapitel 25 bis Ende

Frau G.: Uff, interessantes und fulminantes Ende… Was soll ich sagen… Zum Ende hin wurde es noch ein Haareausraufer- und Fingernägelkauer-Buch. Furchtbar, wie es in manchen Familien hinter verschlossenen Türen so zugeht.
Zusammenfassend kann man sagen: Ein Mädchen hat den Palast noch verlassen, das Verhältnis von America und Maxon hat sich umgedreht und Aspen scheint aus dem Rennen. Wann kommt gleich noch mal Band 3??? Warten ist doof!
Alles in allem ein gelungenes Werk und von mir gibt’s dafür vier Sterne.

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8 Kommentare zu “Leserunde zu “Selection – die Elite” von Kiera Cass

  1. Oh man, wie ich solche Mädels liebe, die sich einfach nicht entscheiden können ^^ Warum mutieren alle toughen Protagonistinnen im zweiten Teil zu nervenden Pubertierenden???

  2. Jaaa, die große Schrift lässt die Seiten noch schneller fliegen. Allerdings stelle ich mir dann immer die Fragen, warum man ein 240-Seiten-Buch mit großer Schrift auf 330 aufpeppeln muss, um es dann für 18€ zu verkaufen. Aber das ist ein Thema für sich…

  3. Also eigentlich, wollte ich ja lesen, was ihr zu schreiben habt, aber noch den ersten 2 Kommentaren ist mir aufgefallen, dass ich mich unglaublich spoiler, wenn ich weiterlese – ja, herzlichen Glückwusch: Nenn mich Biltzmerker! – naja wie auch immer…. ich werd es später mal lesen und meinen unglaublichen Senf dazugeben, wenn ich das Buch mal in Händen halten sollte 🙂

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