Rezension zu „12 things to do before you crash and burn“ von James Proimos

12-things-to-do-before-you-crash-and-burn-9783836957564_xxlGenre:     Jugendbuch
Seiten:    128
ISBN:       978-3-8369-5756-4
Verlag:    Gerstenberg

Kurzbeschreibung:

Nach dem Begräbnis seines Vaters weiß Hercules’ Mutter sich nicht anders zu helfen, als ihren Sohn für den Rest der Ferien zu seinem Onkel zu schicken. Der drückt Hercules 12 Aufgaben aufs Auge, die Hercules gefälligst bis Ferienende zu erledigen hat. Dabei interessiert ihn nur, wie er das schöne Mädchen aus dem Zug wiederfinden kann! Die 12 Aufgaben führen Hercules in einer wilden Schnitzeljagd quer durch Baltimore – und am Ende hat er nicht nur große Gedanken gedacht, gleich sieben Jobangebote auf einmal erhalten und jede Menge anderer Dinge erlebt, nein, er ist hinter das Lebensgeheimnis seines Onkels gekommen, hat die Liebe-auf-den-ersten-Blick aufgetan und schaut mit anderen Augen auf das, was hinter und vor ihm liegt. Temporeich, schräg, kurzweilig – jugendliches Lebensgefühl so treffend zwischen zwei Buchdeckeln zusammengefasst wie selten zuvor.

Mein Leseeindruck:

Ein interessantes Jugendbuch. Vorweg muss ich aber noch hinzufügen, dass der Verlag bereits in der Leserunde darauf hingewiesen hat, dass es eher ein Buch für Jungen ist. Und ich denke, dass diese Bemerkung nicht unwichtig ist, weil besonders die Frauen (so auch ich) ein wenig die Tiefe vermisst haben. Aber so sind wir Frauen nun einmal. Das Buch ist aus der Sicht von Herc a.k.a. Hercules geschrieben, sehr flapsig und sehr sehr kurzweilig. Da die Jungen im Alter von 12-16 eher selten lesen (ich weiß, Außnahmen bestätigen IMMER die Regel), scheint es wirklich für diese Gruppe angelegt zu sein. Was die Meisten neben der sehr oberflächlichen Erzählweise ebenfalls gestört hat, ist der Ton zwischen Herc und seinem Onkel Anthony, weil Herc ihn ständig mit Arschloch, Fettwanst oder ähnliches anredet und der Umgangston etwas rau erscheint. Wir Frauen würden uns das wohl kaum gefallen lassen ^^

Mich hat der Stil eigentlich nicht gestört, Herc bekam zur Beschäftigung diese ominöse Liste, zu der ich allerdings nicht viel verraten möchte, und man folgt recht rasant, wie Herc von einer Begebenheit in die nächste stolpert und die Liste mehr zufällig als gewollt abarbeitet. Auffällig war dabei, dass Hercs Erlebnisse ständig von seinen Begegnungen mit jungen Frauen unterbrochen werden und er wirklich jede irgendwie heiß findet. Ist das bei euch Jungs echt so schlimm? Ich dachte mir zwischenzeitlich, dass das doch gar nicht sein kann, es gibt für einen jungen Mann doch nicht nur geile Frauen dort draußen, oder? Ist das so ein hormonelles Ding?

Das einzige Manko, was allerdings ein größeres für mich darstellt, ist ein wenig der Sinn hinter der Liste. Und damit steht und fällt meiner Ansicht nach das ganze Buch. Ich hätte sowohl akzeptiert, wenn es nur eine Beschäftigung für den Jungen gewesen wäre, damit er nicht in ein tiefes Loch fällt. Ich hätte ebenfalls wohlwollend akzeptiert, wenn es zur Verarbeitung von Hercs Trauer gedient hätte (Tod des Vaters, Aufarbeitung der schwierigen Beziehung usw.). Aber die Begründung, die Onkel Anthony am Ende liefert, ist ein wenig dürftig. Die Storyline mit dem Gedicht… da hätte man noch so viel draus machen können. Ich weiß nicht, warum man bei einem Jugendbuch so viel verschenken muss. Und nein, ich werde nicht alles darauf schieben, dass es vielleicht „nur“ ein Jungenbuch ist. Es ist kurz, es strotzt vor Schimpfwörtern, aber auch Jungen haben eine pädagogisch wertvoll angehauchte Storyline verdient, wenn man sie schon dazu bewegt, dass sie lesen.

Alles in allem ein kurzweiliges Bändchen für zwischendurch, aber für uns „Erwachsene“ weniger geeignet. Zumindest ist das mein Fazit aus der gemeinsamen Leserunde.

3 Geister(3 von 5 Bewertungsgeister fanden die Dialoge zwischen Herc und Onkel Anthony sehr witzig, die anderen 2 haben derweil eine Dystopie gelesen)

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2 Kommentare zu “Rezension zu „12 things to do before you crash and burn“ von James Proimos

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