Rezension zu „Anwaltshure #4“ von Helen Carter

Genre:     Erotika149c62eaf31e0925c466d67914092a5
Seiten:    192
ISBN:       blue panther books
Verlag:    978-3940505491

Kurzbeschreibung:

Eine Hure aus Leidenschaft, ein charismatischer Anwalt und ein egozentrischer Sohn …

Der vierte Teil und das spannende Ende mit Emma, George & Derek inmitten von Reichtum, Sex, Zuneigung, Wollust, Eifersucht und Liebe …

Eines können wir Ihnen versprechen: Das Finale wird Sie überraschen!

Mein Leseeindruck:

Vielleicht sollte ich noch etwas weiter ausholen: ich habe mit dieser Reihe angefangen, weil ich die Thematik für einen Erotikroman ziemlich spannend fand, wenn auch nicht neu. Das verarmte Mädchen, was in London die Miete nicht bezahlen kann und von einer erfolgreichen Anwaltskanzlei als Mädchen für alle Fälle eingestellt wird. Sprich als Hure. Sie soll die Kunden ordentlich aufmischen, hat Spaß am Sex und liebt teure Designerklamotten. So weit, so gut. Wenn sie sich nur in den Staranwalt oder nur in seinen Sohn verliebt hätte, wäre das ganze auch in Ordnung gewesen. Vielleicht etwas abgedroschen, aber durchaus lesbar. Zur Zeit ist ja jeder Erotikroman ein billiger Abklatsch des sowieso schon billigen Shades of Grey, so why not.

Allerdings ist die Handlung zwar linear, aber bis zu ihrem finalen Ende einfach nur sinnlos. Der Boss, George McLeod hat bereits im ersten Teil klar gemacht, wie skrupellos er ist und dass er kein weitergehendes Interesse an unserer kleinen Anwaltshure hat. So zu tun, als ob sie sich bei seinem ganzen Verhalten in ihn verlieben könnte, war schon mal lächerlich. Und diese Lächerlichkeit über vier Bände zu ziehen, war ein sinnloses und unglaubwürdiges Unterfangen. Die Story um seinen Sohn Derek war da schon etwas glaubwürdiger, obwohl er sie die ganze Zeit wie Dreck behandelt. Gut, da haben Vater und Sohn etwas gemeinsam, dennoch ist Derek der Sympathieträger der beiden.

Weiß der Leser schon in Band 1, wo es wohl hingehen wird, fällt dem dummen Mädchen aber erst in Band 4 auf, dass sie sich in Derek verliebt hat. Dort aber auf jeder zweiten Seite. Ständig wird ihr nun bewusst, dass sie Derek liebt und ihn wirklich haben muss.

„In diesem Moment wusste ich so klar und sicher wie nie zuvor: Ich wollte Derek! Und ich wollte ihn um jeden Preis.“ S. 156

„Ich liebte ihn, wie ich nie zuvor einen anderen Mann geliebt hatte. Egal, was er mir angetan hatte, wie er mich behandelt hatte … ich liebte ihn. Und es erschien mir wie schwärzester Hohn, dass ich ihn gerade in jenem Moment verloren hatte, da ich mir über diese Gefühle klargeworden war.“ S. 170

Da denke ich mir doch, das hast du vor einigen Seiten erst gedacht, ist das jetzt schon wieder eine neue Erkenntnis? Hast du Gehirnschwund? Wie oft willst du es noch „endlich“ oder „plötzlich“ erkennen? Hat die Autorin ihr Buch eigentlich gelesen oder sonst irgendwer, und ist niemandem aufgefallen, dass sich die Phrasen, Sexszenen und Dialoge ständig wiederholen?

Wie gesagt, die Idee der Reihe fand ich eigentlich ganz gut, nach Band 3 hätte man auch ein grandioses Ende mit ein paar gepfefferten erotischen Szenen zaubern können. Leider waren die Szenen nur eine Aneinanderreihung von Partys, bei denen die Protagonistin mit jedem vögelte und irgendwie immer genau die selben Handlungen und Beschreibungen vollzog, wie auch in der letzten und in der davor und in der davor… [beliebig fortsetzbar]

Alles in allem ist dies der schlechteste Band in der Reihe und zum Glück auch der letzte. Helen Carter scheint einfach ein paar kurze Szenen geschrieben zu haben, diese in einen Topf geschmissen und nach Zufallsprinzip aneinander gereiht zu haben. So einen lieblosen und langweiligen Erotikroman habe ich noch nie gelesen. Oder es verdrängt. Was aber an meiner Meinung nichts ändert.

2 Geister(2 von 5 Bewertungsgeister haben bis zum Ende durchgehalten und wurden maßlos enttäuscht)

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2 Kommentare zu “Rezension zu „Anwaltshure #4“ von Helen Carter

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