Rezension zu „Stolen Mortality“ von Jennifer Benkau

Cover StolenGenre:     Fantasy, Jugendbuch
Seiten:     360
ISBN:       978-3864431111
Verlag:    Sieben Verlag

Kurzbeschreibung:

Jamian Bryonts steht mit dem Rücken zur Wand. Um seinen jüngeren Bruder zu schützen, nimmt er die Schuld für einen Fehler auf sich, den er nicht begangen hat, und unterwirft sich damit einem ewigen Fluch: Mittels eines Giftes raubt der Senat der Vampirjäger ihm die Sterblichkeit. Doch warum gerade diese diabolische Strafe für ihn gewählt wurde, stellt Jamian vor ein Rätsel. Und was hat es mit der Vampirfrau Laine auf sich, die zeitgleich in seinem schottischen Dorf auftaucht und über Gesetze nur lacht? Klar ist nur eins – sie ist die Letzte, der Jamian vertrauen darf. Denn Laine hat einen tödlichen Auftrag.

Mein Leseeindruck:

Wieder so ein Buch mit gemischten Gefühlen. Luftsprünge habe ich gemacht, als ich in der Leserunde bei LB den neuen Benkau gewonnen habe, schlummerte er doch schon seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste. Rezensionen hatte ich auch schon einige gelesen und sie kündeten einen „etwas anderen Vampirroman“ an. Das war doch schon mal gut. Da ich seit über 10 Jahren alles Mögliche über Vampire verschlungen habe und der Markt meiner Meinung nach schon seit längeren gesättigt war (bzw. sein sollte), war mir diese Ankündigung auch mehr als willkommen. Das Versprechen wurde auch gehalten, so ist es nicht, es war eine interessante neue Geschichte, in der das ewige Leben ausnahmsweise mal nicht so erstrebenswert war und der 19jährigen Jamian sich nichts sehnlicher gewünscht hätte, als dass sein jüngerer Bruder der 16jährige Junias ein normales Teenagerleben hätte führen können. Aber so sollte es nicht kommen. Wegen der Verblendung des Machtgierigen Ratsherrn wurde Junias viel zu früh in die Riege der Vampirwächter, der Kienshi, aufgenommen und brachte dadurch nicht nur sich in Gefahr, denn mit der Berufung sind mehr oder weniger nur Nachteile verbunden. Doch Jamian hielt den Kopf für ihn hin und ich muss ehrlich sagen, dass mir die Story und der Umgang zwischen den Brüdern richtig gut gefallen haben!

„Vielleicht“, fuhr Jamian fort, „hilft es dir, wenn ich dir sage, dass es, als ich in deinem Alter war, auch nur sechs Menschen gab, die mich verstanden haben. Zumindest war ich mir dessen ziemlich sicher.“

„Echt? Wer sind die sechs?“

„Linking Park.“

 Auch die Sprache ist sehr schön, man kann darin baden oder sich sonnen und ich fand vor allem die Szenen im Wald immer sehr plastisch und angenehm!

„Der Himmel gleich über ihnen war von schiefergrauen Regenwolken schwer verhangen. Vom Wind geneigter Regen klatschte in dicken Tropfen zu Boden und hatte ihre Kleidung innerhalb weniger Sekunden durchnässt. Im Westen jedoch war die Wolkendecke weit aufgerissen. Die untergehende Sonne warf goldene Strahlen mit all ihrer Kraft quer durch das Land. Es sah aus, als streckte Gott die gespreizten Finger bis zur Erde hinab, und malte glitzernde, grüne Streifen auf die dunkel daliegenden Wiesen, Moore und Wälder.“

Nicht gefallen haben mir zwei Sachen und dei sind auch für meine 3/5 Bewertung verantwortlich:

  1. Das Format: Ich weiß nicht, warum „Stolen Mortality“ nicht wie die anderen Benkaus beim Sieben Verlag ein normales Format bekommen haben. Mit 40 Zeilen pro Seite und ebenfalls im Vergleich recht breiten Seiten, hat man ewig für eine Seite gebraucht. So entstand der Eindruck, dass man mit dem Buch nicht wirklich voran kam und ich habe das Buch viel öfter weggelegt, als mir lieb war.
  2. Die zweite Lovestory: Egal, wie sie geendet hat, aber bei zwei Brüdern braucht man nicht zwei Liebesgeschichten. Und vor allem keine kitschige mit einer uralten, zwielichtigen Vampirin. Das war für mich nicht so ganz glaubwürdig und hat mich etwas enttäuscht.

Eine ENTpfehlung kann ich für das Buch nicht geben, weil es ein vernünftiger Fantasy-Roman mit einer interessanten und neuartigen Vampirinterpretation war, aber für mein persönliches Lesevergnügen kann ich den Roman nicht besser bewerten. Ich hoffe daher einfach auf den neuen Benkau, denn ich bin ja schon ein eifriger Sammler 😉

3 Geister(3 von 5 Geistern haben es über die erste kitschige Szene mit Laine geschafft,
der Rest hat sich anderweitig vergnügt.)

 

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2 Kommentare zu “Rezension zu „Stolen Mortality“ von Jennifer Benkau

    • danke ;-P Dark Canopy ist auch eine ganz andere Gewichtsklasse. Stolen ist mehr oder minder Jennys erstes Werk, aber erst später veröffentlicht. Viele fandes es sehr gut, dem Lesevergnügen steht also nichts im wege!

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