Rezension zu „Smaragdgrün“ von Kerstin Gier

Smaragdgrün“Ich taumelte noch einen Schritt zurück und stieß mit dem Rücken gegen eine Wand. Mein Gegner lachte laut auf. Na gut, wenigstens hatte er doch Humor, nur einen etwas anderen als ich.”

Genre:     Fantasy, Jugendbuch
Seiten:     487
ISBN:      978-3401063485
Verlag:   Arena

Klappentext:

Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert. (Ist der Text zu Rubinrot, aber er passt ebensogut auf die komplette Trilogie)

Meine Meinung:

„Smaragdgrün“ ist der dritte Band der sogenannten „Edelsteintrilogie“ – Band 1 heißt entsprechend „Rubinrot“ und Band 2 „Saphirblau“. Ich schreibe die Renzension mehr oder minder zu allen drei Teilen als Gesamtwerk, da die ersten beiden schon eine Weile her sind. Außerdem lohnt es sich bei der Reihe sowieso nur, alle drei zu lesen, ohne wenn und aber.
Im ersten Band lernen wir die 16jährige Gwendolyn kennen, die bis dato ein recht ruhiges Leben geführt hatte und damit sehr zufrieden sein konnte. Ihre arrogante und nervige Cousine Charlotte wird in der Familie gehegt und gepflegt, da sie das Zeitreisegen geerbt hat und zu großen Taten auserkoren wurde. Blöderweise stellt sich dann aber heraus, dass die gute Charlotte gar nichts besonderes ist, sondern Gwendolyn. Was erlaubt sich Gwen denn nun eigentlich, sich so aufzuspielen und ständig in den Vordergrund zu rücken. Ein furchtbares Kind! Zudem kann sie einfach mal gar nichts, weder Menuette tanzen, noch fechten oder fließend Altfranzösisch sprechen. Chaos ist also vorprogrammiert und dann ist da noch der etwas zwielichtige, aber charmante und gutausehende Gideon, der ebenfalls ein Gen trägt, und… Die beiden müssen natürlich die Welt retten.
Mir wurden die Bände von einer guten Freundin empfohlen und ich dachte nur, boah, schon wieder so eine kitschige Jugendbuchreihe. Jaja, ich weiß, das boomt ohne Ende, aber ich habs echt nicht so mit Boom und habe mittlerweile auch schon so viele dieser blöden ach so tollen Jugendbücher gelesen, von denen alle so schwärmen und am Ende sind einfach nur alle gleich. Nix überrascht mehr, es geht immer um das 17jährige, unschuldige Mädchen, das plötzlich an Kräfte kommt bzw. irgendwie in eine Fantasiewelt gestoßen wird und da ist immer ein gutausehender… usw. Ich hab also geseufzt und gestöhnt und dann die drei Teile mitgenommen. Die Edelsteintrilogie ist dann tatsächlich eine positive Überraschung geworden. Die Story ist zwar nicht so neu und alles in allem nicht besonders tiefgründig, ABER: es ist das humorvollste, was ich jemals an Jugendbüchern gelesen hab. Zumindest kann ich mich an nichts anderes erinnern. Die Romanze, na mein Gott, die konnte mir eh gestohlen bleiben, aber die Dialoge waren einfach göttlich. Und der Buttler ^^ Das sind eh immer die besten. Auch die beste Freundin der Heldin ist ein Knaller, ebenfalls Tante Maddy und nicht zu vergessen der Wasserspeierdämon.
Fazit: Die Story hat mich nicht vom Hocker gehauen und war zum Ende hin etwas merkwürdig, aber der Erzählstil war einfach nur großartig! Dafür eine dicke Must-read-Empfehlung!

Bewertung:

BewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesit (5 Geister für die Stil, aber nicht alle fanden die Story originell)

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