Rezension zu „Teufelsherz“ von Sabrina Qunaj

35568758n„Emily hob hilflos die Hände und schüttelte den Kopf. »Das ist doch krank!«, rief sie aus, ohne den Blick von dem verunstalteten Ding zu nehmen. »Wieso zum Teufel isst du den Muffin im Kreis? Einen Muffin isst von von oben nach unten. Zuerst an der einen und dann an der anderen Seite. Nein, falsch, man isst ihn einfach so, wie es einem gerade einfällt. Da hat man doch kein Schema für.«
»Ich frage mich ehrlich gesagt, wer von uns beiden hier nicht ganz bei Trost ist. Wie kommst du denn jetzt darauf?«“

(Tja, der entscheidende Moment, würde ich sagen. Hier hätte ich am liebsten geschrien: „man, merkst du`s noch? Du magst ihn doch viel mehr als dir lieb ist! Nimm ihn und werd glücklich!“)

Genre:     Fantasy, Jugendbuch
Seiten:    347
ISBN:      978-3843210430
Verlag:   Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch)

Klappentext:

Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Doch Damian bricht die Regeln, um sie zu schützen, und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Deshalb dringt er fast jede Nacht in ihre Träume ein – und schon bald empfindet Emily die Tage ohne ihn als lang und einsam. Aber ist Damian wirklich der, für den sie ihn hält? Als Emily die Wahrheit erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen. Kann sie seine finsteren Pläne verhindern?

Meine Meinung:

„Finster“ ist das Stichwort. Die arme Emily „seufz“. Also zunächst einmal, kann einem das Mädchen nur Leid tun. Durch einen Unfall hat sie ihre beste Freundin verloren und sich noch nicht von dem Schlag erholt. Ihr bester Freund und Bruder des Mädchens, Will, hat ebenfalls mit dem Erlebnis zu kämpfen, und so raufen sich die beiden zusammen. Will, der ehemalige Held des Basketballteams, lebt nun zurückgezogen, kann sich noch nicht so recht wieder mit dem Sport anfreunden und Emily ist seine einzige Vertraute geworden.
Ich hab von Anfang an gedacht, Mensch, die beiden sind wie füreinander geschaffen. Einfühlsam, traurig, immer um die Stimmung des anderen bedacht, sich neckend… Aber man wusste ja, dass Damian kommen wird. Meine lieben Leser, ich mache euch nichts vor: ich mit mit dem „Schutzengel“ nicht warm geworden. Also ja, er sieht umwerfend aus, verliebt sich in Emily, übertritt für sie die Regeln und meinetwegen können die beiden glücklich bis an ihr Lebensende werden (falls sein Vater das zulässt), wenn Will nicht gewesen wäre. Vor allem, da im Laufe des Buches deutlich wird, dass Will mehr für Emily empfindet, als nur innige Freundschaft, und dass sich auch bei ihr ein Funken regt. So habe ich das zumindest wahrgenommen. Eine verzwickte Sache – wie immer bei Dreiecksgeschichten, gibt es verschiedene Fraktionen und ich gehöre tatsächlich der Will-und-Emily-Fraktion an.
Ende des Jahres wird der nächste Teil erscheinen, Sabrina Qunaj hat sich dahingehend nur kryptisch geäußert (kann man ihr ja nicht verübeln), aber ich vermute mal, dass Will woanders seine Bestimmung finden wird (ich habe aber noch einen Funken Hoffnung).
Nun, ein sehr einfühlsamer und nicht überfrachteter Jugendroman mit einigen Fantasy-Elementen. Spannend erzählt, so dass sich die Seiten ruck zuck zum Ende neigten. Eine Empfehlung für jeden und ich denke mal, dass die meisten auch mit dem Ende glücklich sind 😉

Bewertung:

BewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesit(4 von 5 Geister – wir haben heftig debattiert und sind uns nicht einig geworden. 5 Geister waren wie ich der Meinung, dass die Story super und spannend erzählt ist, aber nur 4 waren mit der Gesamtsituation einverstanden. Tja, der letzte Geist und ich haben unser Herz an Will verloren und streiken *schnief*)

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