Rezension zu „Manchmal schauen sie so aggro“ von Hildegard Monheim

SEMC 3MP DSC„Einmal habe ich in derartiger Verfassung einen meiner Ohrclips durchs Klassenzimmer gefeuert, der zum Dank für den Missbrauch vor den Augen der Schülerschaft zersprang.“

Genre:
     Satire
Seiten:    288
ISBN:      978-3862651665
Verlag:   Schwarzkopf & Schwarzkopf


Klappentext:

Nur drei Jahre nach dem Abitur wird Hildegard Monheim selbst auf eine Klasse losgelassen – der Praxisschock ist unvermeidbar. 38 Jahre später reflektiert sie als gestandene Pädagogin, was es bedeutet, Lehrerin zu sein. Oft strampelt sie sich ganz schön ab, gelegentlich fühlt sie sich wie in einer Sitcom. Trotz allem schafft sie es, sich ihren Enthusiasmus – und ihren Humor – zu bewahren.
Ihre 33 Geschichten erzählen vom Normalzustand „Störung“ und von Schülern, deren Kreativität bisweilen keine Grenzen kennt. Sie zeigen, dass selbst für den Gebrauch von Schimpfwörtern Regeln gelten, Style nicht nur für Schüler zählt und auch Lehrer manchmal so gar keinen Bock auf Schule haben.
Viele Lehrer werden sich in den unterhaltsamen Anekdoten wiederfinden, Schüler werden ihre Pauker nach dem Lesen mit ganz anderen Augen sehen und Eltern erhalten einen einzigartigen Einblick in den Alltag im Klassenzimmer.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen, weil ich ja nun selbst in dem ehrenwerten Dienst stehe und mich mit den Rabauken herumschlagen muss (obwohl die Kinder meiner Meinung nach nicht das schlimmste an dem Job sind). Es handelt sich um 33 kleinere Anakdoten, die in keinem besonderen Zusammenhang stehen, man kann sie also auch einzeln lesen. Die meiste Zeit musste ich ziemlich schmunzeln, weil man den einen oder anderen Blick hinter die Kulissen werfen konnte und man dort in der Regel Chaos entdeckt. Das Chaos des Schulalltags und die Schrulligkeiten der Lehrer, Besonderheiten der Kinder und Eigenheiten der Eltern.

Einen Lesegeist Abzug gabs dafür, dass manchmal zu sehr pointiert wurde, die Geschichten mir teilweise überspitzt erschienen. Bei Frau Monheim war ich mir manchmal nicht sicher, ob sie nun eine gestandene und fähige Lehrerin ist oder ob da eher eine kleine pädagogische Katastrophe auf die Schüler losgelassen wurde. Das war manchmal witzig, manchmal aber auch nervtötend und ein wenig enttäuschend. Schließlich würde ich immer lieber eine Lanze brechen für die Schwierigkeit des Lehrerberufs, anstatt den Leuten des Humors wegen zu berichten, wie unfähig die Lehrer und Lehrerinnen sich in manchen Situationen gebaren.

Alles in allem aber ein sehr lohnenswertes und witziges Buch, eine schöne Lektüre für zwischendurch und das Wissen für mich, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass auch gestandene Lehrer mit manchen Situationen etwas überfordert sein können. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Bewertung:

BewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesit (Die Geister hatten viel zu schmunzeln und erinnerten sich an ihre eigene Schulzeit!)

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5 Kommentare zu “Rezension zu „Manchmal schauen sie so aggro“ von Hildegard Monheim

  1. So, ich hab die ersten 10 Anekdoten geschafft, und ich muss ernsthaft sagen, dass ich eher der Meinung bin, dass sie eine kleine pädagogische Katastrophe ist… Wer 16 Jahre lang auf Erziehungsurlaub ist, dann in Teilzeit arbeitet und sich dann anmaßt so ein Buch zu schreiben… Sorry, ein bisschen fehlt mir da der Respekt vor den gestandenen Lehrkräften, die mit Anfang 50 nicht nur 13 Dienstjahre aufweisen können!
    Ich les trotzdem weiter, mal sehen, was noch so amüsantes kommt 🙂

      • Vor allem wir bei den beiden im Klappentext nicht mit über 30 Jahren Berufserfahrung geworben^^
        Nach London hast du doch sicher Sehnsucht nach deinem Arbeitsort, oder? Naja, und da könntest du doch mit Büchern auch mal bei mir vorbeischauen!? Gibt bestimmt auch nen Kaffee und Kuchen oder Mittag oder Frühstück oder eine Zwischenmahlzeit oder…

  2. Ohhhhh Ahhhhhh, ja, „Silber“ hat sich erstmal die Fee unter den Nagel gerissen, da müsst ihr vermutlich Verhandlungen aufnehmen. Sie möchte, dass ich es am Do mitbringe u dalasse, damit sie es liest, wenn sie wieder back in L.E. ist. Mir ist das auch ein wenig zu anstrengend, muss ich ja sagen. Die anderen Mädels hab ich erst mal versorgt, die könnten noch nen Monat warten…???

    • Das kann die Fee aber gleich mal vergessen ^^ Schließlich hast sie a) in London genug Zeit, wenn sie sich schon das Buch unter den Nagel reißt und b) das Buch ist so begehrt, das liegt bestimmt nicht mehrere Tage ungelesen bei Madame rum ^^, während sie sich auf der Insel nen Bunten macht 😛
      Nee, Spaß beiseite, wenn sie das Do von dir bekommt, bekommst du es ja auch nicht vor dem 18. zurück? Na, das geht nicht!? *beleidigtguck*

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