Rezension zu „Flaschendrehen Furioso“ von John Friedmann

978-3-426-22611-7.jpg.30100338Klappentext: „Was passiert, wenn die Ferienvilla in Bella Italia mehrfach vermietet wird? Drei Paare und eine Singlefrau pochen auf ihre Verträge und bilden eine Ferien-WG. Keiner kann den anderen ausstehen. Nur wenn Genießer Carlo kocht, herrscht für kurze Zeit Frieden. Eines Abends spielen die sieben ausgerechnet Flaschendrehen – mit ungeahnten Folgen, denn jeder von ihnen packt aus.“

Ich weiß ehrlich gesagt kaum, was ich zu dem Buch zusammenfassend sagen soll. Es hat mir weder besonders gefallen, noch hat es mir gar nicht gefallen, also ein wenig spannend war es dann nämlich doch. Ich habe es im Rahmen einer Leserunde gewonnen und wenn mir nicht die Renzension im Nacken sitzen würde, hätte ich das Buch niemals zuende gelesen. Ich fand es nicht besonders unterhaltsam, nicht besonders komisch und nicht besonders dramatisch. Die Wendung „nicht besonders“ ist schon das, was ich hauptsächlich zu dem Buch sagen kann.
Das Spielen mit den Klischees war am Anfang etwas nervig (3 Münchner, 2 Berliner und 2 Leipziger), hat sich aber mit der Zeit zum Glück relativiert. Allerdings konnte ich mich mit keinem Charakter sonderlich anfreunden, Lutz und Heiko fand ich unangenhem, maximal Carlo stellte ein Ruhepol dar, aber es gab im Großen und Ganzen ja keine Helden. Bei den Frauen war Elli hauptsächlich unauffällig skizziert, wenn auch elegant, Anna konnte mir mit ihrem tollen Londoner Flair gestohlen bleiben, Tina war irgendwie viel zu schrill und ihr Handeln zum Teil nicht mehr nachvollziehbar (als sie dann auch noch dachte, sie hätte sich in Sandra verliebt und ihre Konfrontationen mit Anna). Einzig Sandra hatte eine schöne Wendung in ihrer Geschichte, so dass man sich mit ihr noch am ehesten identifizieren und anfreunden konnte.
Gestört hat mich auch, dass nach 1,5 Seiten ständig die Perspektive übersprang und man die Gedanken des jeweils nächsten Chrakters beobachten konnte. Bei den ganzen Klischees und Absonderheiten war das aber irgendwie nur eine Berg- und Talfahrt, man kam nicht so richtig zur Ruhe. Naja und den Saalfeld hätte nun eigentlich auch keiner mehr gebraucht. Also die Wende um Saalfeld war schon traurig, aber irgendwie auch schrecklich und überflüssig inszeniert.

Fazit:

Die Idee mit den völlig unterschiedlichen Leuten, 3 Parteien, die ein und das selbe Ferienhaus gemietet haben, war sehr gut, da hätte eine schöne Story draus entstehen können. Aber was daraus geworden ist, hat mir nicht sehr gut gefallen, v.a. die Orgie war überflüssig. Nicht, dass ich nicht gerne Sexszenen in Büchern lese, aber das war ein wenig übertrieben, v.a. nachdem Tina neben ihren 20g Gras auch noch Koks aus der Tasche gezogen hat, war bei mir dann endgültig Schluss.

Bewertung:

BewertungsgesitBewertungsgesitBewertungsgesit
(3 von 5 Gespenster, sie waren in der Geisterstunde etwas unzufrieden)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s